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Die SCL-Tigers trainieren jetzt auf Plastik

Trotz Lohnkürzungen und anderen rigorosen Massnahmen trainieren die NLA-Cracks der SCL Tigers derzeit wie immer. Wie immer? Nicht ganz. Denn heuer steht zum ersten Mal eine Eisfläche aus Kunststoff zur Verfügung.

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Eigentlich hatten die SCL Tigers die Medienleute gestern eingeladen, um ihnen die Kunststoffeisfläche vorzuführen, die derzeit in der Curlinghalle verlegt ist. Eigentlich wollte sich Tigers-Trainer Christian Weber zu den sportlichen Zielen äussern. Und eigentlich wollte Konditionstrainer Nik Hess das Sommertraining erklären.Aber nachdem die SCL Tigers am Dienstag verkündet hatten, dass sie ums Überleben kämpfen und rigoros sparen müssen, interessierte die Medienleute gestern vor allem ein Thema: Wie geht es weiter? Welche Spieler akzeptieren die Lohnkürzungen, welche gehen? «Im Moment lässt sich unmöglich sagen, wie die Mannschaft nächste Saison aussieht», antwortete Weber. Nach dem ersten Schock habe es aber bald Spieler gegeben, die ihr Bleiben zugesichert hätten Auch er, Weber, werde weiterfahren, Hess ebenfalls.«Sensationeller Einsatz»«Eine absolute Frechheit» dagegen sei, wenn Medien nun berichteten, «dass wir uns wegen der Lohnkürzung von 15 Prozent nur noch 85 Prozent engagieren», sagte Christian Weber. Die Spieler trainierten trotz der Hiobsbotschaft sensationell, bestätigte Nik Hess. «Jeder will fit sein, egal, ob er die Saison hier in Langnau oder bei einem anderen Klub bestreiten wird.»Trainieren – das tun die SCL Tigers heuer zeitweise auf dem synthetischen «Nordic Ice». Das geht so: In der Curlinghalle sind knapp 300 Quadratmeter weisse Kunststoffplatten verlegt. Diese werden regelmässig geölt und können von den Hockeycracks mit herkömmlichen Schlittschuhen befahren werden.Noch bis Mitte JuniDennoch ist einiges anders als auf normalem Eis. Auf dem «Nordic Ice» sind die Spieler zum Beispiel nicht mit dicken Ausrüstungen unterwegs, sondern in T-Shirts und Shorts. Das Skaten koste wegen des grösseren Reibwiderstandes mehr Kraft, berichtet Stürmer Daniel Steiner in einer Pause («zu den Lohnkürzungen und den übrigen Sachen sage ich nichts»). Richtige Matches könne man auf dem «Nordic Ice» natürlich nicht austragen, aber um die Schuss- und Stocktechnik zu trainieren, eigne es sich tipptopp.Die Kunststofffläche ist bis Mitte Juni in der Curlinghalle verlegt, morgen Samstag (13 bis 16 Uhr) findet ein letzter öffentlicher Eislauf statt. Danach wird «Nordic Ice» in Freiburg und anderen Gemeinden aufgebaut, wo es für Schulen, Trainings oder spontane Spiele zur Verfügung steht.

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