Zum Hauptinhalt springen

Ein Buch auf verschlungenen Wegen

Im Museum Langenthal freut man sich über ein Schiffssignalbuch aus dem 18.Jahrhundert, das die Sammlung über die Ärztedynastie Mumenthaler ergänzt. Brisant: Ein Vertreter der Familie liess es wohl auf einem Kriegsschiff «mitlaufen».

Die Kartonschachtel ist unscheinbar. Sie war wohl einmal violett, aufgeprägt ist das Monogramm ML. Jetzt ist die Farbe zu einem unscheinbaren Beige abgeschossen. Auch das Büchlein darin verrät mit seinem Ledereinband nichts Aussergewöhnliches. Erst wenn Jana Fehrensen es öffnet, versteht man ihre Begeisterung: Auf dem Registraturstreifen reihen sich bunte Flaggen aneinander. Die Erläuterungen dazu sind in einem alten Holländisch geschrieben. «Das brachte uns darauf, das Büchlein mit Jakob Mumenthaler in Verbindung zu bringen», erklärt Fehrensen, Co-Präsidentin des Museums Langenthal. Das Museum erhielt die Schachtel im letzten Sommer geschenkt. Jakob Mumenthaler entstammte der bekannten Langenthaler Ärztedynastie.

Er lebte von 1737 bis 1787 und leistete unter anderem Dienst auf einem niederländischen Kriegsschiff, bevor er in Langenthal zu praktizieren begann. Die Reisebeschreibung, die er hinterliess, wurde vor vier Jahren von Peter Geiser transkribiert und im Rahmen der Langenthaler Heimatblätter herausgegeben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.