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«Ein Handschlag ist im Emmental ein Vertrag»

Oscar A.Kambly, Verwaltungsratspräsident von Kambly, sprach in Bern über seine enge Beziehung zu Trubschachen.

Zwar hat Oscar A.Kambly gestern Abend keinen Preis erhalten. Doch sein Familienunternehmen, die Kambly SA, steht sinnbildlich für erfolgreiches Unternehmertum im Kanton Bern. Am «BZ-Talk» live aus der Halle der BEA bern expo erzählte der Verwaltungsratspräsident, wie stark Kambly verbunden ist mit der Region: «Alles Mehl für unsere Bretzeli beziehen wir aus der Mühle in Trubschachen.» Das sei vor Urzeiten zwischen seinem Grossvater und dem Urgrossvater des heutigen Müllers beschlossen worden. Auf die Frage von Moderator Stefan Geissbühler, ob denn eine mündliche Verabredung reiche, meinte Kambly stolz: «Ein Handschlag ist im Emmental ein Vertrag.»

Er betonte gleichzeitig, wie viel er vom Emmentaler Autor Jeremias Gotthelf gelernt hat: «Wer ‹Uli der Knecht› und ‹Uli der Pächter› liest, kann auf die ganze heutige Managerliteratur verzichten.» Denn der Werdegang von Ueli zeige, wie sich jemand dank einem guten Betreuer und mit viel Fleiss weiterentwickeln könne. Dass Kambly kein typischer Unternehmer ist, beweist auch seine Einstellung zu Boni: «Es gibt nichts Austauschbareres als Geld», sagte er. Deshalb gebe es bei Kambly für aussergewöhnliche Leistungen zwar ein Geschenk, aber keine Boni.

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