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Ein klares Ja zur Gross-Feuerwehr

Die Feuerwehr Region Langnau kommt zustande: In Langnau stimmte der Grosse Gemeinderat dem Projekt zu. In Lauperswil, Rüderswil, Signau und Bowil wurde die Fusion am Montagabend an den Gemeindeversammlungen durchgewunken.

Der künftige Hauptsitz der Feuerwehr Region Langnau: Das Feuerwehrmagazin an der Hinterdorfstrasse in Langnau.
Der künftige Hauptsitz der Feuerwehr Region Langnau: Das Feuerwehrmagazin an der Hinterdorfstrasse in Langnau.
Hans Wüthrich

Trotz viel Optimismus aufseiten der Befürworter der Feuerwehrfusion im oberen Emmental: Die Ausgangslage war delikat. Denn in allen fünf Gemeinden musste am Montagabend ein Ja her. Ansonsten wäre die Fusion gescheitert – und die nach wie vor fusionswilligen Gemeinden hätten in aller Eile ein neues Projekt auf die Beine stellen müssen. Doch solche Planspiele können die Gemeindebehörden nun in der Schublade verschwinden lassen. In allen fünf Gemeinden fand die Feuerwehrfusion eine Mehrheit.

Grosse Erleicherung

Im Langnauer Grossen Gemeinderat sorgte das Projekt für keine Diskussionen. Einstimmig, mit 35 zu 0 Stimmen, segnete der Rat die Fusion ab. Nach der Versammlung zeigte sich der zuständige Gemeinderat Hanspeter Schenk erleichtert: «Ich rechnete mit einem Ja. Aber ich habe nicht gedacht, dass wir die Abstimmung einstimmig gewinnen. Das bestätigt, dass wir gute Vorarbeit geleistet haben.» Mit dieser Einschätzung stand er nicht alleine da: Sämtliche Fraktionssprecher hatten vor der Abstimmung die gute Vorbereitung des Geschäfts herausgestrichen.

Ein klares Ja gab es ebenfalls in drei anderen Gemeinden: An der Lauperswiler Gemeindeversammlung stimmten 78 Stimmberechtigte dem Anschlussvertrag (siehe Kasten) zu, 12 waren dagegen. Noch deutlicher war die Zustimmung in der Nachbargemeinde Rüderswil: Dort fand die Fusion 99 Befürworter, nur 4 Personen sagten Nein. «Das ist der richtige Weg», sagte ein sichtlich erleichterter Gemeindepräsident Jürg Rothenbühler.

In Bowil votierten 65 Stimmberechtigte für den Anschluss an die Langnauer Feuerwehr. Dagegen stemmten sich lediglich 2 Personen, und 3 enthielten sich ihrer Stimme. Moritz Müller, Gemeindepräsident von Bowil, konstatierte: «Damit ist dieses Projekt ins Leben gerufen worden.»

Am knappsten in Signau

Im Vorfeld der Abstimmung wurde immer wieder Signau als Wackelkandidatin bezeichnet. Doch auch dort gab es eine klare Zustimmung: 78 Stimmberechtigte waren für die Fusion, 34 dagegen. Es war indes das knappste Resultat aller Gemeinden. Und: Die Signauerinnen und Signauer stimmten auf Antrag geheim ab. Gemeindepräsident Martin Wyss zeigte sich mit der Zweidrittelmehrheit zufrieden: «Das ist ein wichtiger Entscheid für die Zukunft.»

Die Feuerwehrfusion bewegte die Gemüter. Die Gemeindeversammlungen waren so gut besucht wie schon lange nicht mehr. In Bowil waren über 6 Prozent der Stimmbürger zugegen, in Signau mehr als 5 Prozent. «Das verleiht dem Abstimmungsresultat zusätzliche Legitimation», sagte Signaus Gemeindepräsident Wyss.

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