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Eingebürgerter Türke füllte Wahlzettel für Landsleute aus

Hinter dem Burgdorfer Wahlbetrug steckt ein Schweizer der ursprünglich aus der Türkei stammt. Er hat für 23 eingebürgerte Landsleute Wahlzettel ausgefüllt.

Die Polizei versiegelt eine Wahlurne. In Burgdorf konnte der Wahlbetrüger von Ende März ausfindig gemacht werden (Symbolbild).
Die Polizei versiegelt eine Wahlurne. In Burgdorf konnte der Wahlbetrüger von Ende März ausfindig gemacht werden (Symbolbild).
Keystone

Der Fall sorgte bereits Mitte April für Aufsehen, jetzt hat die Staatsanwaltschaft aufgeklärt, wer hinter dem Burgdorfer Wahlbetrug steckt. Wie Radio Energy Bernherausgefunden hat, handelt es sich um einen 56-jährigen Schweizer mit türkischen Wurzeln, nennen wir ihn H.T.*

Der Mann ist seit über 10 Jahren in Burfdorf eingebürgert. Bei den Grossratswahlen von Ende März sammelte er die Wahlzettel von 23 eingebürgerten Landsleuten ein, füllte diese aus und gab sie den Leuten wieder zurück. Diese schickten die Wahlzettel ein.

H.T. erklärt sein Vorgehen folgendermassen: «Meine Landsleute wollten die Wahlzettel wegschmeissen, ich sagte dann, statt sie wegzuwerfen, fülle ich sie für euch aus. Ich wollte nur helfen.»

H.T. muss nun eine Busse von 700 Franken bezahlen und die Verfahrenskosten von 300 Franken übernehmen. Im Naschhinein tut ihm die Sache sehr leid: «Es war ein grosser Fehler, das mache ich nie mehr. »Was an der Geschichte am meisten überrascht ist, dass H.T. vor allem SVP gewählt hat.

*Name der Redaktion bekannt

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