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Fusion in grösserem Rahmen ist für Bevölkerung denkbar

Die Gemeindeversammlung von Farnern genehmigte die Rechnung 2013 mit einem Defizit von über 100'000 Franken. Zudem wurde über eine mögliche Gemeindefusion diskutiert. Die Anwesenden zeigten sich offen.

In Farnern wird sich die Bevölkerung im Verlauf des Jahres zu verschiedenen Fusionsmöglichkeiten äussern können.
In Farnern wird sich die Bevölkerung im Verlauf des Jahres zu verschiedenen Fusionsmöglichkeiten äussern können.
Vik Wälty

Finanzverwalterin Jrène Berger präsentierte an der Gemeindeversammlung in Farnern die Rechnung 2013. Budgetiert war ein Fehlbetrag von 63'000 Franken. Obwohl die Gemeinde praktisch in allen von ihr beeinflussbaren Bereichen weniger ausgab, lag das Defizit bei Erträgen von 796'000 Franken mit 103'000 Franken weit über dem Budget.

Steuererhöhung möglich

Laut Finanzverwalterin Berger beträgt das Eigenkapital im Moment 15 Steuerzehntel. Mindestens erforderlich sind deren 3. Sofern die Gemeinderechnung in Zukunft weiter defizitär abschliesse, werde eine Steuererhöhung unumgänglich. Die 21 anwesenden Stimmberechtigten (von 163) stimmten der Rechnung mit dem Fehlbetrag zu.

Vorausgesetzt das Amt für Gemeinden und Raumordnung genehmigt das Organisationsreglement der Gemeinde Farnern, tritt dieses per 1.Juli 2014 in Kraft. Einstimmig beschlossen die Anwesenden die Totalrevision des Organisationsreglements, welches dasjenige aus dem Jahr 2010 ersetzt. Die Überarbeitung wurde nötig wegen verschiedener Anpassungen an übergeordnete Vorschriften, des Verzichts auf ständige Kommissionen (ausser dem Rechnungsprüfungsorgan) und verschiedener Präzisierungen beim Wahlverfahren. So wird zum Beispiel der Vizepräsident oder die Vizepräsidentin neu wieder durch die Versammlung gewählt.

Eine Neuerung ist beim Verfahren der stillen Wahl vorgesehen: Gelangen nicht genügend Vorschläge für die zu besetzenden Sitze ein, werden nur die bereits Vorgeschlagenen ohne Wahlverhandlung als gewählt erklärt. Für fehlende Sitze ist das Wahlverfahren durchzuführen. Die anwesenden Stimmberechtigten können in diesem Fall an der Gemeindeversammlung für die nicht bereits in stiller Wahl besetzten Sitze weitere Vorschläge machen.

Über eine Fusion diskutiert

Ohne Opposition wurde dem Beitritt zum Gemeindeverband Kulturförderung Region Oberaargau zugestimmt und das Organisationsreglement beschlossen. Obwohl die Gemeinde vom Beitritt keinen direkten Nutzen hat, wird sie sich voraussichtlich mit einem Kulturbeitrag von etwa 2.70 Franken pro Einwohner beteiligen.

An der von Gemeindepräsident Roland Guazzini geleiteten Versammlung in Farnern wurde unter Verschiedenem über eine mögliche Gemeindefusion diskutiert. Grundsätzlich sprach sich niemand dagegen aus. Aus den verschiedenen Voten zeichnete sich ab, dass ein Zusammenschluss im grösseren Rahmen Vorrang haben soll. Im Verlauf des Jahres wird sich die Bevölkerung zu verschiedenen Fusionsmöglichkeiten mittels Fragebogen äussern können. Nach deren Auswertung werden weitere Abklärungen in die Wege geleitet.

pd/BZ

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