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Hier schliesst sich Menzingers Kreis

Mit der «Gespenster Geister Sonate» stellte sich der Lydia-Eymann-Stipendiat Martin Klaus Menzinger einst im Haus Hug vor. Mit der von Urs Hug geschaffenen Klanginstallation der Lesung verabschiedete er sich nun von Langenthal.

Heimisch fühlte er sich in Langenthal nur bedingt, sagt Stipendiat Martin Klaus Menzinger. Der Österreicher verabschiedete sich im Rahmen einer kleinen Feier im Haus Hug von Langenthal.
Heimisch fühlte er sich in Langenthal nur bedingt, sagt Stipendiat Martin Klaus Menzinger. Der Österreicher verabschiedete sich im Rahmen einer kleinen Feier im Haus Hug von Langenthal.
Marcel Bieri

Wer das Erdgeschoss des Hauses Hug am Mühleweg betritt, dem fallen zuerst die abstrahierten Klangkörper von Saiteninstrumenten auf, die an den Wänden hängen. Plötzlich nimmt der Besucher ein Stimmengewirr wahr. Es entspringt einem kleinen Monitor, der auf einem alten Küchentisch steht. Auf ihm ist der Dachstock des Gebäudes zu sehen, die Einspielung einer Überwachungskamera. Sie weist dem Besucher den Weg zum Ursprung des Klanges. Je höher er im Gebäude steigt, umso klarer wird eine Stimme, die sich über das Klanggemisch legt. Es ist die Stimme von Martin Klaus Menzinger, dem Lydia-Eymann-Stipendiaten, begleitet von der Cellistin Luzia Krušpàn. Seine Lesung der «Gespenster Geister Sonate» im Haus Hug vom August 2012 wurde aufgezeichnet und auf sechs CDs kopiert. Der Langenthaler Künstler Urs Hug schuf daraus eine Klanginstallation, indem er aus sechs im Raum verteilten Klangquellen die Einspielung im Zweiminutentakt verschoben laufen lässt. Je nach Standort des Hörers verändert sich das Klangbild, tritt bald Menzingers Stimme, bald der Celloklang oder das Stimmengewirr in den Vordergrund.

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