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Huttwil tritt auf die Bremsen: Tempo 30 kommt

Ruhigere Wohnquartiere und sicherere Schulwege: Huttwil führt auf Nebenstrassen Tempo-30-Zonen ein.

Neues Tempo-Regime: Ein Arbeiter bringt im Huttwiler Quartier Weieracker die Markierung an.
Neues Tempo-Regime: Ein Arbeiter bringt im Huttwiler Quartier Weieracker die Markierung an.
Marcel Bieri

Zurzeit spritzen die Arbeiter die letzten Markierungen auf die Strassen Huttwils. In den vergangenen Tagen waren sie im Norden des Blumenstädtchens unterwegs: im Weieracker-, Allmend- und Sonnegg-Quartier. Und nun sind die Markierungsarbeiten der ersten Etappe der geplanten Verkehrsberuhigung bereits weitgehend abgeschlossen.

Öffentliche Mitsprache

Dass im Städtli etwas gegen den Verkehr gemacht wird, ist ein Anliegen der meisten Huttwiler. Vor rund zwei Jahren waren nämlich eine Umfrage und anschliessend ein öffentliches Mitwirkungsverfahren durchgeführt worden. Ergebnis: Die Mehrheit der Huttwiler wünscht sichere Quartiere und Schulwege. Schon damals tauchten Tempo-30-Zonen als mögliche Massnahme auf.

Verzicht auf Schwellen

Eine Arbeitsgruppe machte sich daran, mögliche weitere Beruhigungsmassnahmen zu prüfen. Bewusst wurde in der Massnahmenpalette auf Schwellen und andere Schikanen verzichtet. Vielmehr bevorzugte die Arbeitsgruppe – nicht zuletzt auch aus Kostengründen – einfache, zurückhaltende Vorkehren mit nur minimalen baulichen Eingriffen. Auch für die Gruppe kristallisierten sich Tempo-30-Zonen auf Nebenstrassen schnell einmal als eigentliche Basismassnahme heraus.

Ein Spezialfall im Massnahmenkatalog dürfte die Hofmattstrasse sein. Weil hier die Schulwegsicherung ein vorrangiges Ziel ist, sollen zusätzlich Warntafeln und gut sichtbare, farbige Aufstriche auf der Strasse die Sicherheit für die Schüler erhöhen.

Realisierung in Etappen

Generell werden die Übergänge vom normalen Strassennetz in eine Tempo-30-Zone deutlich gemacht, die Ein- und Ausfahrten mit einer kontrastreichen Farbe hervorgehoben.

Letztes Jahr hat der Gemeinderat dann beschlossen, das geschnürte Verkehrsberuhigungspaket etappenweise umzusetzen.

Weitere Quartiere folgen

Der zuständige Gemeinderat Adrian Wüthrich (SP) hat bereits Reaktionen auf das neue Tempo-Regime bekommen: Dabei hätten sich die positiven und negativen Rückmeldungen die Waage gehalten. Er ist aber überzeugt, dass die Verkehrsberuhigung dank der öffentlichen Mitwirkung «breit abgestützt» ist.

Allerdings, so Wüthrich: «Wir werden künftig kontrollieren, dass Tempo 30 in den Quartieren auch eingehalten wird.»

Nach der jetzt realisierten ersten Etappe von Verkehrsberuhigungsmassnahmen – Kostenpunkt: rund 64'000 Franken – sollen in den nächsten Jahren drei weitere Etappen folgen.

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