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In Langnau hat es bis zu 50 Zentimeter Schnee

Seis beim Schlitteln, Skifahren oder Langlaufen: Nach den Schneefällen und kalten Temperaturen der letzten Tage lassen die winterlichen Verhältnisse im oberen Emmental die Herzen der Sportler höher schlagen.

Weit geht der Blick über die tief verschneite Hügellandschaft. Sicher 40 bis 50 Zentimeter misst die Decke zurzeit in und um Langnau, und so sind die Räumungsequipen auf den Nebenstrassen dazu übergegangen, die weisse Pracht liegen zu lassen. Sehr zur Freude der Schlittler, denen eine solch kompakte Unterlage nur entgegenkommt: In Gruppen wandern sie mit ihren Gefährten auf die Hohwacht, um die knapp vier Kilometer lange Abfahrt zurück ins Tal unter die Kufen zu nehmen.

Kein Salz, kein Splitt

Strässchen wie jenes zur Hohwacht erfreuten sich bei den aktuellen Schneeverhältnissen in der Tat grosser Beliebtheit, hält Gemeindeschreiber Samuel Buri fest, «und hier zu schlitteln ist wirklich toll». Die Gemeinde verzichte bewusst darauf, Salz oder Splitt einzusetzen – wobei: Nach wie vor sei überall mit Autos zu rechnen. «Schlitteln ist zwar toleriert, aber es gelten die allgemeinen Verkehrsregeln. Offizielle und damit gesperrte Schlittelwege haben wir keine.»

Vor diesem Hintergrund betont Buri weiter, dass sich auch der Strassenunterhalt nach den Bedürfnissen des motorisierten Verkehrs richtet. «Sobald es kritisch wird und die Fahrbahn nicht mehr so griffig ist, salzen und splitten wir.» Der Schlittelspass hat dann ein Ende.

Klein und familiär

Seit den Schneefällen vom Wochenende, an dem auch die Temperaturen gleich für Tage in den Keller fielen, ist die Zeit der Winterfreuden im oberen Emmental definitiv eingekehrt. Gerade in den tieferen Lagen, in denen eine stabile, zum Skifahren geeignete Schneedecke keine Selbstverständlichkeit ist: «Wir konnten am Samstagnachmittag zum ersten Mal fahren», sagt Christian Zaugg für die Betreiber des Skilifts Rüderswil, der jeweils im Herbst aufgestellt und im Frühling wieder abgebaut wird.

Auch wenn der Schnee hier nicht einmal halb so hoch liegt wie in Langnau: «Er ist super und schön pulverig», schwärmt Zaugg. Für die Kinder sei die nicht allzu lange, aber doch recht steile und noch mit Skiern präparierte Piste ideal, «sie lernen hier in ihrem Umfeld richtig fahren». Auch die Erwachsenen schätzten das kleine und dafür umso familiärere Angebot, beim Abendskifahren im Licht der – ebenfalls auf mobilen Masten montierten – Scheinwerfer zum Beispiel.

Die Wetterprognosen vor Augen, blickt Zaugg allerdings mit einiger Sorge in die nähere Zukunft. Der angekündigte Regen sei bei so wenig Schnee und auf nur 650 Metern über Meer immer heikel. Daher plane man rollend: «Wir entscheiden von Tag zu Tag, wann wir offen haben.»

Spur nach Trub

Da machen sich die Kollegen in Bumbach weit weniger Sorgen. Weil es nach dem Regen wieder schneien soll – «heikel würde es für uns nur», sagt Hans Feuz als Betriebsleiter des dortigen Skilifts, «wenn es gleich anschliessend einen Wärmeeinbruch gäbe». Auch Feuz freut sich über die momentanen «super Verhältnisse», zumal in den nächsten Tagen vielerorts die Sportferien beginnen. Und zumal im Februar die Sonne wieder über den Hohgant scheint und damit die langen Zeiten mit Schatten und Kälte vorbei sind.

In Bumbach kommen dank der 9 Kilometer langen Loipe in den Kemmeriboden auch die Langläufer nicht zu kurz – gleich wie in Langnau und Trub, wo eine gemeinsame Loipenorganisation zwischen dem Schwimmbad, Trubschachen, Trub und Ried eine insgesamt gut 10 Kilometer lange Spur präpariert. «Es ist perfekt», stellt Christian Zürcher als Verantwortlicher auch hier fest.

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