Zum Hauptinhalt springen

Keine Beute im Rehparadies des Kantons Bern

Wer einen saftigen Rehbraten will, muss früh aufstehen und sich in Geduld üben. Die BZ hat sich mit Hobbyjäger und Pro-Natura-Präsident Mario Fracheboud auf die Lauer gelegt.

Stundenlang auf Beutefang: Mario Fracheboud musste den Heimweg ohne Beute antreten.
Stundenlang auf Beutefang: Mario Fracheboud musste den Heimweg ohne Beute antreten.
Stefan Schneider

Düster ist der Himmel über dem Schmidwald bei Madiswil. Kaum einer verirrt sich um 6.30 Uhr in der Früh hierhin, es sei denn, er gehe auf die Jagd. Mario Fracheboud (54) ist einer der Männer im grünen Tenue. Kurz vor Sonnenaufgang baut er mit trockenen Holzscheitern eine Pyramide und zündet ein wärmendes Feuer an. «Später hierhinzukommen wäre kritisch, denn die Besammlungsplätze der Jäger sind fix vorgegeben, mehrere Gruppen dürfen sich hier nicht gleichzeitig aufhalten», erklärt der Mann aus Herzogenbuchsee, der nebenbei auch noch Präsident von Pro Natura Oberaargau ist. Die Natur schützen und Tiere töten – ein Widerspruch? «Nein», findet Fracheboud. «Jäger sind grundsätzlich auch Naturschützer. Sie müssen eine intensive Generalistenausbildung absolvieren und verfügen danach über jede Menge Naturkenntnisse.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.