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Krippen: Stadt stellt Fragen

Sieben Mitglieder des Stadtrates forderten den Gemeinderat letzten Sommer auf, das Angebot an Krippenplätzen zu verbessern. Jetzt schickt Langenthal einen Fragebogen an Firmen.

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In Krippen wie der Langenthaler Kinderkrippe soll das Angebot ausgebaut werden. Um dieser Forderung nachzukommen, verschickt der Gemeinderat einen Fragebogen an mehrere Firmen.
In Krippen wie der Langenthaler Kinderkrippe soll das Angebot ausgebaut werden. Um dieser Forderung nachzukommen, verschickt der Gemeinderat einen Fragebogen an mehrere Firmen.

Rund sieben Monate sind seit der Überweisung der Motion vergangen. Jetzt verschickt das Amt für Bildung, Kultur und Sport beziehungsweise dessen Fachbereich Bildung, Kinder und Jugend einen Brief mit drei Fragen an Langenthaler Firmen.

1. Ist bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihrer Belegschaft ein Bedarf nach familienergänzender Kinderbetreuung vorhanden? 2. Fördern Sie als Unternehmen mit konkreten Massnahmen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? 3. Sind Sie bereit, die Erweiterung des Angebots familienergänzender Kinderbetreuung aktiv zu unterstützen?

Eine einzige Kinderkrippe

Unbestritten ist die Tatsache, dass die Nachfrage nach Krippenplätzen in Langenthal das zurzeit bestehende Angebot übersteigt. Deshalb verlangten die Stadträte Pascal Dietrich (JLL), Lukas Felber (JLL), Silvia Grimm (BDP), Rahel Lanz (EVP), Martina Moser (SP), Peter Moser (FDP) und Urs Zurlinden (FDP), das Angebot sei rasch und angemessen zu erweitern. Mit 25 zu 9 Stimmen überwies der Stadtrat im September die Motion. Dagegen stimmte die SVP.

Zurzeit existiert für rund 16'000 Einwohner eine einzige Kinderkrippe. Die Stadt schliesst mit dem Krippenverein jeweils eine Leistungsvereinbarung ab. Aktuell stellt der Verein 56 subventionierte Plätze zur Verfügung. Die werden von der Stadt abgegolten und fallen unter den kantonalen Lastenausgleich. Darüber hinaus darf der Verein 10 privat finanzierte Plätze führen. Die Wartefristen betragen zeitweise über ein Jahr.

Auch Auswärtige beiziehen

Dieser Zustand sei unhaltbar, sagen die Motionäre. Die familienergänzende Kinderbetreuung sei ein wichtiger Standortfaktor. Mindestens 15 bis 20 zusätzliche Plätze fordern sie kurzfristig für die bestehende Krippe. Mittel- bis langfristig können sie sich eine private Lösung vorstellen. Die Stadt solle jedoch bei der Suche nach Räumen helfen.

Pascal Dietrich sagt denn auch: «Der aktuelle Fragebogen ist schon recht, aber man darf es natürlich nicht dabei bewenden lassen. Die grossen Firmen müssen selbstverständlich direkt angesprochen werden. Im Spital stand man schon mal nahe vor einer Lösung. Und es müssen auch private Anbieter aus andern Städten einbezogen werden.»

(BZ)

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