Zum Hauptinhalt springen

Landi will Filiale schliessen und verkaufen

Die Folgen des Landi-Neubaus in Zollbrück mit Tankstelle, Shop, Gartencenter und Agrarhandel nehmen Konturen an. Zumindest die Filiale in Emmenmatt geht zu – als Erbin will die benachbarte Bauunternehmung GLB auftreten.

Die Genossenschaft für leistungsorientiertes Bauen (GLB) stösst auf ihrem Areal in Emmenmatt schon wieder an Grenzen. Knapp sieben Jahre nach dem Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes vernahmen die Mitglieder der Region Emmental/Oberaargau an der Jahresversammlung: Die GLB will den zur benachbarten Landi hin gehenden Lagerplatz sowie das Parterre und das Kellergeschoss im Landi-Gebäude kaufen. Über die Bühne gehen soll der Handel auf den 1. April 2011 und soll 1,3 Millionen Franken kosten. Das letzte Wort haben die Delegierten der gesamten GLB an ihrer Versammlung in zwei Monaten.

Den Lagerplatz sichern

Schon länger seien die Platzverhältnisse im Werkhof, dem älteren der zwei GLB-Gebäude in Emmenmatt, knapp und die Arbeitsabläufe deshalb nicht mehr optimal, begründete Regionalgeschäftsführer Peter Lehmann das Ansinnen. Zudem sei es für die Zukunft sehr wichtig, wenn sich die GLB den schon heute gemieteten Lagerplatz auf Dauer sichern könne.

Lehmann sagte weiter, dass die GLB ihre Raumprobleme ursprünglich mit einem Anbau an ihren Verwaltungsbau lösen wollte. Doch dann hörte sie von den frei werdenden Räumen im Gebäude nebenan – und wurde mit den Nachbarn handelseinig.

Oberste Etage bleibt

Denn die Landi will ihre Aktivitäten im Raum Langnau schwerpunktmässig an einem Ort konzentrieren. Ins Auge gefasst hat sie dafür die verkehrsmässig gut gelegene Waldegg am Dorfrand von Zollbrück (wir berichteten). Bis ebenfalls im Frühling 2011 Isollen hier eine Tankstelle mit Shop, ein Gartencenter und ein Agrarhandel entstehen – mit Folgen für die heutige Landi-Filiale in Emmenmatt. Sie wird auf diesen Zeitpunkt hin zugehen, wie Landi-Präsident Hans Schenk auf Anfrage bestätigte: Aus den Kaufabsichten der GLB könne man diesen Schluss in der Tat ziehen, auch wenn die Sache ja erst mit dem Ja der GLB-Delegierten klar sein werde.

Schenk wies noch darauf hin, dass sich die Landi nicht ganz aus Emmenmatt zurückziehen wolle. Die oberste Etage werde man im Stockwerkeigentum behalten, um die Getreidesammelstelle weiterführen zu können.

Ausbau in Signau

Wie die Zukunft der anderen fünf Landi-Niederlassungen in der Region aussieht? Das, fuhr der Landi-Präsident fort, stehe nicht definitiv fest. Der Verwaltungsrat werde sich mit der entsprechenden Strategie erst noch abschliessend beschäftigen. Mit einem Blick auf die Filiale in Signau weckte er aber Hoffnungen: Derzeit könne man davon ausgehen, dass dieser Standort erhalten bleibe, weil er vom geplanten Neubau in Zollbrück immerhin ein Stück weit entfernt liege. «Wir denken hier sogar über einen Ladenausbau nach.»

Klar schien dem Landi-Präsidenten weiter, dass die heutige Filiale in Zollbrück wegen ihrer Nähe zum Neubau in der Waldegg zugehen wird. Nicht äussern mochte er sich dagegen zur Zukunft der Landi-Filialen in Langnau und in Niederbach. Und zum Standort Heimisbach sagte er immerhin: Gegen eine allfällige Schliessung habe sich schon Widerstand formiert. Von hier aus sei es ja nach Zollbrück nicht weniger weit als von Signau her.

Direkt zum Kunden

Die Tendenz laufe ohnehin darauf hinaus, grosse Lieferungen von zum Beispiel Stroh mit dem Lastwagen direkt und ohne den Umweg via Landi zum Besteller zu liefern, so Schenk abschliessend. «Das spart uns teuren Lagerraum.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch