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Licht und Schatten im Heimalltag

Der Fall erschütterte: Frühere Mitarbeiter berichteten, im Behindertenheim Haus Tobias in Niederbipp seien Bewohner misshandelt worden. Das regionale Arbeitszentrum Herzogenbuchsee zeigt, wie sich solche Situationen mit Behinderten vermeiden lassen.

Marco Baumgartner-Eberle will stolze Bewohner: Der Wohnheimleiter des regionalen Arbeitszentrums mit Behinderten und deren Betreuern.
Marco Baumgartner-Eberle will stolze Bewohner: Der Wohnheimleiter des regionalen Arbeitszentrums mit Behinderten und deren Betreuern.
Thomas Peter

Es passierte immer nur an Sonntagen: Die geistig und körperlich behinderte Frau, die nicht selber auf die Toilette gehen kann, machte regelmässig in die Hosen. Unter der Woche aber rief die Frau, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, jeweils eine Betreuerin. Diese Episode aus seinem Alltag erzählt Marco Baumgartner-Eberle. Er ist Wohnheimleiter im regionalen Arbeitszentrum Herzogenbuchsee (RAZ) und damit täglich in Kontakt mit behinderten Menschen. Er sagt, die Betreuerin der Frau im Rollstuhl könne nun denken: «Sie hat etwas gegen mich.» Womöglich entwickle sich sogar «ein Hass auf solche Situationen». Und ja, Baumgartner-Eberle sagt es bestimmt, «in einer solchen Situation sind Grenzüberschreitungen vorstellbar». Auch wenn dies natürlich nicht sein dürfe.

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