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Liebesheirat oder Vernunftehe?

Im Frühling entscheidet das 93-Seelen-Dorf Hermiswil über Fusionsverhandlungen. Das Herz vieler Einwohner spreche für Seeberg, die Vernunft für Herzogenbuchsee, sagt der Gemeindepräsident. Er hofft auf einen klaren Auftrag.

Die Kleinstgemeinde Hermiswil ist die nächste Oberaargauer Gemeinde, die Verhandlungen über eine Fusion aufnimmt.
Die Kleinstgemeinde Hermiswil ist die nächste Oberaargauer Gemeinde, die Verhandlungen über eine Fusion aufnimmt.
Thomas Peter

In acht bis zehn Jahren geht Hermiswil das Geld aus. Zu lange schon belastet die kleine Gemeinde ihre Verluste im Umfang von 40'000 bis 50'000 Franken jährlich jeweils dem Eigenkapital, weil die Ausgaben chronisch höher sind als die Erträge. Der Steuerfuss wurde zuletzt von 1,59 auf 1,69 Einheiten erhöht. Damit liegt die Kleinstgemeinde wie 22 weitere im Oberaargau über dem regionalen Schnitt von 1,62 Einheiten. Seit Jahren spricht man in der 93-Seelen-Gemeinde davon, dass nur eine Fusion die Situation verbessern könne. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde eine Umfrage unter den Einwohnerinnen und Einwohnern lanciert, um eine Grundlage für das weitere Vorgehen vorliegen zu haben. «Die Zeit drängt», sagt Hermiswils parteiloser Gemeindepräsident Hans Ulrich Werren. «Wir können nicht weiter zuwarten.»

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