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Mädchen sexuell belästigt

Nach dem Schulunterricht haben sich zwei Sechstklässler in Huttwil an einer Klassenkameradin vergriffen.

Überrascht und geschockt war Peter Heiniger, Leiter Primar- und Realschule Huttwil, als er vom sexuellen Übergriff erfuhr. Wenige Tage vor Ferienbeginn haben sich zwei 13-jährige Burschen auf der Sportanlage Dornacker an einer gleichaltrigen Mitschülerin vergriffen: Zuerst hielten sie das Mädchen fest, dann wurde es «unsittlich belästigt», wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung bestätigt. Die beiden Sechstklässler liessen erst von ihrem Opfer ab, als eine Anwohnerin aufmerksam wurde und sich lautstark bemerkbar machte. Darauf rannten die Täter zuerst weg, meldeten ihre Tat dann aber den Lehrern. Flugblatt gegen GerüchteGemäss Kantonspolizei hat die Schule «sofort reagiert» und den Vorfall mit den Betroffenen und deren Eltern eingehend besprochen. Informiert wurden auch die Mitschüler: Damit keine Gerüchte in Umlauf geraten, erhielten sie von der Schulleitung ein Informationsschreiben ausgehändigt. Die beiden Täter und ihr Opfer haben im Schulhaus Städtli dieselbe Primarschulklasse besucht. Nach der Tat am 25.Juni wurden die Burschen vom Unterricht suspendiert, dieselbe Klasse werden sie nie mehr besuchen. Der eine zügelt in den Kanton Aargau, der andere bleibt dem Schulhaus Städtli erhalten. Beide werden sich für ihre Tat vor dem Jugendgericht verantworten müssen. Das Mädchen befinde sich seit dem Vorfall in psychologischer Behandlung, sagt Schulleiter Peter Heiniger. «Dass ein solcher Fall unter Sechstklässlern geschieht, hätte ich wirklich nicht gedacht. Das gabs im Schulhaus Städtli noch nie.» 2007 ein ähnlicher FallIm Schulhaus Städtli mag ein solcher Fall noch nie vorgekommen sein, wohl aber im Huttwiler Schulhaus Schwarzenbach: Vor zwei Jahren war dort ein 13-jähriger Junge von einem 11-Jährigen missbraucht worden (diese Zeitung berichtete). Nach dem Turnunterricht vergriff sich der jüngere, aber über einen Kopf grössere Kleinklassenschüler unter der Dusche an seinem Kollegen. Gemäss der Mutter des Opfers kam es sogar zur Vergewaltigung. Bekannt wurde die damalige Tat, weil die Mutter des Opfers bei der Polizei Strafanzeige erstattete und auch die Medien informierte. Ihr Sohn habe in den Tagen danach «alles in sich hineingefressen» und sei «völlig apatisch» gewesen.

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