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Minarett: Abfuhr für die SVP

Ganz knapp hat der Langenthaler Stadtrat eine parlamentarische Erklärung der SVP zum geplanten Minarett abgelehnt.

TeleBärn-Video

Wenn das Schweizer Fernsehen SF für eine Stadtratssitzung nach Langenthal fährt, muss schon ein ziemlich brennendes Thema auf der Traktandenliste stehen. Gestern unternahm ein Team von «Schweiz aktuell» den weiten Weg in den Oberaargau, um der Debatte rund ums geplante Minarett beizuwohnen. In einer parlamentarischen Erklärung forderte die SVP den Gemeinderat auf, konkrete Schritte zu unternehmen, damit die Islamische Glaubensgemeinschaft Langenthal ihr hängiges Baugesuch zurückzieht. «Die Anti-Minarett-Initiative hat in Langenthal über 60 Prozent Zustimmung gefunden. Der Volkswille muss nun gewahrt werden», polterte SVP-Hardliner Patrick Freudiger. Unterstützung gabs vom Parteikollegen Beat Sterchi: «Die Stadt muss Druck aufbauen, der zu einer Lösung führt. Denn das Baugesuch steckt in einer Sackgasse.»

Mit ihrem Vorstoss hätte die SVP den Gemeinderat verpflichten wollen, informelle Gespräche mit der Glaubensgemeinschaft aufzunehmen – doch dazu kommt es nun nicht. Mit 19 Nein- zu 16 Ja-Stimmen wurde die Erklärung vom Stadtrat hauchdünn abgelehnt. Dagegen votierten vor allem FDP, SP und Grüne. Beim Baugesuch handle es sich um ein hängiges Verfahren, das momentan beim Kanton liege, sagte FDP-Stadtrat Markus Gfeller. «Da bringt es nichts, weiteres Öl ins Feuer zu giessen.» Und SP-Mann Samuel Köhli doppelte nach: «Die Glaubensgemeinschaft hat ein faires und rechtlich korrektes Verfahren verdient. Wir leben schliesslich nicht in einem Schurkenstaat.»

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