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«Mit dem Konzept machen wir nicht alle glücklich»

Urs Lüthi, Chef der Burgdorfer Einwohner- und Sicherheitsdirektion, ist überzeugt, dass das neue Nutzungskonzept nicht zum nutzlosen Papiertiger wird. Das Konzept garantiere die rechtlichen Grundlagen für seine tägliche Arbeit.

Die Stadt Burgdorf verschreibt sich ein neues Nutzungskonzept. Was lief denn schlecht?Urs Lüthi:Wirklich schlecht läuft es nicht. Wir hatten schon bisher Regelungen, nicht aber die Ausführungsbestimmungen dazu. In der baurechtlichen Grundordnung haben wir mit Baureglement und Zonenplan zwar ziemlich klare Bestimmungen. Diese geben Lärmempfindlichkeitsstufen von 1 bis 4 vor. Die Stufe 1 wäre zum Beispiel Spital, 2 Wohnen, 3 Wohnen/Gewerbe und 4 Shoppingmeile/Industriegebiet. Müssen wir jedoch Bewilligungen für Veranstaltungen erteilen, dann haben wir kein griffiges Instrument. Diesen Mangel wollen wir mit dem neuen Nutzungskonzept beheben.

Sie versuchen sich an der Quadratur des Kreises: Die Altstadt soll belebt werden, doch darf diese Belebung keinen Lärm machen. Auch mit dem neuen Nutzungskonzept werden wir nie alle Leute glücklich machen können – Kompromisse sind weiterhin nötig. Das Ziel ist es auch nicht, für Veranstaltungen nicht praxistaugliche Regelungen zu erfinden. Entscheidend sind die Bestimmungen im Baureglement, welche der Altstadt Lärmempfindlichkeitsstufen zuordnen. Diese sind letztlich für Lärmauswirkungen massgebend.

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