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Napf-Marathon fordert Durchhaltewille

Der Napf-Marathon feierte bei prächtigem und warmem Herbstwetter sein 20-Jahr-Jubiläum. Fünf Läufer waren bei allen Austragungen dabei. Einer von ihnen ist Paul Blaser aus Sumiswald. Er genoss den Lauf trotz einer Krise.

In Läuferkreisen geniesst der Napf-Marathon Emmental mit Start und Ziel in Trubschachen das Prädikat «speziell». Über eine Distanz von 42,195 Kilometern – es handelt sich grösstenteils um Naturwege durch das voralpine Hügelland – hinauf zum Napf und wieder zurück bietet der Lauf für jeden Teilnehmer eine echte Herausforderung. Aber auch ein unvergessliches Erlebnis. Gestern Sonntag feierte der Napf-Marathon Jubiläum. Zum 20.Mal fiel am Morgen um 9 Uhr der Startschuss zum Wettkampf der besonderen Art.

«Fast ein Heimrennen»

Fünf Läufer haben an allen Austragungen teilgenommen. Darunter ist auch Paul Blaser aus Sumiswald. «Für mich ist es fast ein Heimrennen, die Strecke liegt ja vor der Haustüre», sagt der 54-jährige Bauführer. «Die Strecke ist einmalig», schwärmt Blaser. Bei der 20.Auflage wurden die Läuferinnen und Läufer von prächtigem Wetter verwöhnt. Paul Blaser kann sich aber auch an weit misslichere Verhältnisse erinnern. Bei der ersten Austragung habe auf dem Napf der Winter regiert. «Es hatte gut und gern 15 Zentimeter Schnee, und es war zugig und kalt», erinnert er sich.

Kurz vor dem Start zeigte sich der Dauerläufer gestern «zuversichtlich und topmotiviert». Er habe gut trainiert, sei aber trotzdem etwas nervös, sagte er. Am Napf-Marathon sei es halt so: «Ohne Krise kommt keiner durch.»

Locker und zufrieden

Nach einer halben Stunde und dem giftigen Aufstieg auf Risisegg tauchte Blaser beim Verpflegungsposten bei Kilometer 6 auf; locker und zufrieden mit dem bisher Geleisteten. «Es läuft, wie ichs mir vorgestellt habe», teilte er mit und verschwand Richtung Napf. Jeder war auf sich alleine gestellt, kämpfte mit sich und der Strecke und gegen eine Krise; so auch Paul Blaser. Der Weg war noch lang über den Napf, die Obere Lushütte und hinab nach Trubschachen. Gut eine Stunde nach dem Sieger, Helge Hansen aus Biel, traf der in der Kategorie Senioren 2 startende Paul Blaser im Ziel ein. Mit 4 Stunden und 11 Minuten lief Blaser die Zeit, die er erwartet hatte. «Nach der Lushütte haben mich Krampferscheinungen geplagt», schilderte er. Den Rest des Laufes habe er aber «so richtig genossen». Steht Paul Blaser auch am 21. Napfmarathon am Start? «Wenn ich gesund bleibe, komme ich wieder.»

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