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Pilotprojekt für Hochbegabte

Besonders begabte Schüler werden im Oberaargau bald speziell gefördert. Das Pilotprojekt startet nach den Herbstferien.

Das Bildungszentrum Oberaargau öffnet sich für hochbegabte Kinder. Ab Herbst werden sie im Gymnasium (vorne) unterrichtet.
Das Bildungszentrum Oberaargau öffnet sich für hochbegabte Kinder. Ab Herbst werden sie im Gymnasium (vorne) unterrichtet.
zvg

Die Volksschulen des Oberaargaus und das Bildungszentrum Langenthal (BZL) schaffen für ausserordentlich begabte Schüler ein regionales Förderprogramm. In einem zweiteiligen Verfahren wird zurzeit an den Schulen abgeklärt, welche Kinder von der 1. bis zur 9. Klasse die notwendigen Voraussetzungen zur Teilnahme erfüllen. «Die Zusammenarbeit in diesem Projekt kann als einzigartig und beispielhaft für den ganzen Kanton gelten», sagte Peter Rubeli, Schulleiter im Langenthaler Kreuzfeld und Leiter der Projektgruppe, anlässlich einer Presseorientierung zum Thema. «Wirklich bemerkenswert an diesem Projekt ist, dass sich der Kanton Bern gestützt auf Artikel 17 des Volksschulgesetzes der Hochbegabtenförderung annimmt und der Oberaargau in Zusammenarbeit aller Stufen eine gemeinsame Lösung gefunden hat.» Erweitertes AngebotAusserordentlich Begabte sollen künftig am Schulort und am Gymnasium Oberaargau speziell gefördert werden. Im normalen Schulalltag stehen den Lehrpersonen Mentoren zur Seite. Der Einsatz dieser Spezialisten ermöglicht eine vertiefte Behandlung von Unterrichtsinhalten. Das Schulangebot am Gymnasium Oberaargau beginnt nach den Herbstferien und umfasst einen Halbtag pro Woche. Geplant sind naturwissenschaftliche Themen aus den Bereichen Mathematik, Physik, Chemie und Biologie sowie Deutsch und Philosophie. Die Fachspezialisten streben an, dass Theorie und Praxis kindgerecht verbunden werden. Das Programm wird im August publiziert und startet nach den Herbstferien. Sorgfältige AbklärungenFällt ein Kind den Lehrpersonen und Eltern als intellektuell ausserordentlich begabt auf, vereinbaren beide Seiten, dies näher abzuklären. Um die Verhaltensmerkmale der betreffenden Schülerinnen und Schüler zu bewerten, steht den Lehrpersonen ein spezieller Test, der sogenannte «Renzulli-Test», zur Verfügung. Erreicht ein Kind darin einen Durchschnitt von 5,25 Punkten oder mehr, wird es durch die Lehrperson zur weiteren Abklärung bei der Erziehungsberatung Langenthal angemeldet. Stellt diese einen Intelligenzquotienten über 130 fest, dann kommt das Kind in den Genuss des besonderen Förderungsprogramms. Als hochbegabt gelten für Martin Fischer, Co-Rektor des Gymnasiums Oberaargau, Kinder, die Unterrichtsinhalte «sogleich erfassen und keine Übungs- oder Festigungssequenz benötigen». Diese Feststellung allein genüge jedoch nicht. Eine Abklärung durch die Erziehungsberatung bleibe vorbehalten.

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