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Prozess Burgdorf: Verwahrung bleibt möglich

Obwohl der Todesschütze von Schafhausen zu einer Haftstrafe von 20 Jahren verurteilt worden ist, bleibt es möglich, dass er sich noch einer Therapie unterziehen muss.

In gebückter Haltung und praktisch reglos nahm der Angeklagte das Urteil des Regionalgerichts zur Kenntnis.
In gebückter Haltung und praktisch reglos nahm der Angeklagte das Urteil des Regionalgerichts zur Kenntnis.
Heinz Egger
Ende 2012 startete der Prozess im Mordfall in Schafhausen. Auf dem Bild Gerichtspräsident Bähler und der Angeklagte.
Ende 2012 startete der Prozess im Mordfall in Schafhausen. Auf dem Bild Gerichtspräsident Bähler und der Angeklagte.
Heinz Egger
Ein schwerer Gang: Spezialisten der Polizei auf dem Weg zum Tatort (24. Mai 2011).
Ein schwerer Gang: Spezialisten der Polizei auf dem Weg zum Tatort (24. Mai 2011).
Thomas Peter
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Für das Regionalgericht Emmental-Oberaargau fielen diese beiden Möglichkeiten bei der Urteilsfindung vom Dienstag und Mittwoch ausser Betracht, weil sich der Schütze nicht psychiatrisch begutachten liess. Er hatte zwar jeweils Zustimmung signalisiert, ging dann aber doch nicht auf die Fragen der Expertin ein.

Diese brach deshalb - wie sie am Montag vor Gericht erklärte - zweimal ihre Gespräche mit dem verschlossenen 37-jährigen ab. Aus diesem Grund blieb beim Prozess unklar, ob der Mann geistig krank ist. Die Psychiaterin geht davon aus, dass er schizophren ist, kann es aber nicht mit Sicherheit beurteilen.

Auch der Verteidiger glaubt, dass der Mann krank ist. Jedenfalls sagte er, er sei von dessen verminderter Schuldfähigkeit zum Zeitpunkt der Tat überzeugt.

In der Urteilsbegründung sagte Gerichtspräsident Jürg Bähler dazu, «quasi Handgelenk mal pi» habe das Gericht keine verminderte Schuldfähigkeit annehmen können und auch nicht dürfen.

Wenn der Mann aber einmal Ja sagten sollte zur Begutachtung, dann sei gemäss Gesetz zu prüfen, ob eine stationäre therapeutische Massnahme oder auch eine Verwahrung angezeigt sei.

SDA/tan

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