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Richter zweifelt nicht an Schuld des Vaters

Für das Regionalgericht in Burgdorf war klar: Der Vater ist schuldig. Er hat seinen wenige Wochen alten Sohn wiederholt misshandelt. Ihm wurde eine stationäre Massnahme auferlegt.

Das Urteil nahm er ruhig hin. Ab und an nickte er. Kaum vorstellbar, dass dieser unscheinbare, scheu wirkende junge Mann seinem kleinen Buben so etwas antun konnte. Für das Kollegialgericht unter Vorsitz von Jürg Bähler war dessen Schuld unbestritten. Der Grundsatz «Im Zweifel für den Angeklagten» komme hier nicht zum Tragen.

Viereinhalb Jahre Freiheitsstrafe kassierte der heute 30-Jährige für die dem Sohn zugefügten Körperverletzungen. Das Kind war damals wenige Wochen alt. Die Strafe wird vorderhand nicht vollzogen, sondern das Gericht ordnete eine stationäre Massnahme an, der Verurteilte muss sich einer therapeutischen Behandlung unterziehen. Die Misshandlungen waren massiv. Der Säugling erlitt einen Schädelbruch, mehrere Rippen- und Schienbeinbrüche, Blutungen und Schürfungen.

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