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Schützenhaus-Abbruch soll Verkaufschancen steigern

Mit einem schnellen Verkauf des Baulands, auf dem das alte Schützenhaus steht, rechnete die Gemeinde Thörigen. Weil sich bisher aber kein Käufer finden liess, werden Gebäude und Munitionskeller nun abgerissen.

Ohne Schützenhaus lasse sich das Grundstück am Postweg besser verkaufen, hofft die Gemeinde.
Ohne Schützenhaus lasse sich das Grundstück am Postweg besser verkaufen, hofft die Gemeinde.
Thomas Peter

Er sei überzeugt, dass bei der momentanen Nachfrage ein Verkauf zustande kommen werde, sagte Rolf Schneeberger zuletzt. Das war während der Thöriger Gemeindeversammlung Ende Juni, als der Gemeindepräsident (BDP) mit einer schlechten Nachricht vor die Stimmberechtigten trat: Architekt Rolf Häuptli war aus gesundheitlichen Gründen vom Kaufvertrag mit der Gemeinde Thörigen zurückgetreten. Er sei angeschlagen und daher nicht in der Lage, sein Projekt zu stemmen.

Der Graber Architekt wollte auf dem 1008 Quadratmeter grossen Landstück eine Villa oder zwei Einfamilienhäuser bauen – je nach Nachfrage. Im März erst hatten die Stimmberechtigten dem Verkauf an Häuptli zugestimmt. 220'000 Franken sollte das verkaufte Bauland in die Gemeindekasse spülen; im Gegenzug hätte sich der Käufer verpflichtet, das Schützenhaus und den Munitionskeller innert dreier Jahre abzureissen und während der gleichen Frist zu bauen.

Bedenken wegen Belastung

Ganz im Sinne von Schneebergers Überzeugung wurde das Bauland an bester Lage im Sommer gleich wieder zum Verkauf ausgeschrieben. Doch offenbar ist den Thörigern mit dem Grundstück wenig Glück beschieden, zumindest nicht in diesem Jahr: Bisher hat sich entgegen den Erwartungen kein Käufer dafür finden lassen.

In Thörigen hat das zu einem Umdenken geführt: Um die Chancen für einen Verkauf zu erhöhen, lässt die Gemeinde nun das Schützenhaus und den Munitionskeller abreissen. Die frühere Nutzung habe für potenzielle Käufer als Hindernis gewirkt, erklärt Gemeindeschreiber Thomas Niederhauser. Gemäss einem Gutachten aus dem Jahr 2011 falle jedoch die Belastung mit Schwermetallen im Oberboden gering aus. Demnach ist die Bodenfruchtbarkeit nicht eingeschränkt, und es liegt keine konkrete Gefährdung vor.

Gegen das Rückbaugesuch sind während der Auflagefrist keine Einsprachen eingegangen. Eine erste Offerte für den Abriss liegt bereits vor, eine zweite hat die Gemeinde angefordert. Abgerissen werden das Schützenhaus und sein Keller nächstes Jahr.

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