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Schweizer OL-Meister Remo Ruch: Wälder sind sein Terrain

Remo Ruch wächst in einer OL-Familie auf – und ist nun zum ersten Mal Schweizer Meister geworden.

Remo Ruch: Nachwuchs-OL-Läufer.
Remo Ruch: Nachwuchs-OL-Läufer.
Hans Wüthrich

Im dichten Unterholz zwischen Tannen und Buchen fühlt er sich wohl, die Wälder sind sein Terrain. Remo Ruch aus Eggiwil hat sich mit Leib und Seele dem Orientierungslauf verschrieben. Jetzt hat der 14-jährige Sekundarschüler seinen ersten grossen Erfolg eingelaufen. Er wurde in seiner Altersklasse Schweizer Meister über die Mitteldistanz (3,5 Kilometer) – am erstmals von einem schweizerischen und einem österreichischen Verein gemeinsam organisierten OL-Wochenende in Göfis (Ö).Remo Ruch wirkt als eher ruhiger Typ. Er ist kein Mensch der vielen Worte, was bei seinen Läufen durch die Wälder mit Karte und Kompass nicht zwingend ein Nachteil ist. Dort kann er schliesslich auch mit niemandem plaudern, ist jeweils auf sich alleine gestellt. «Die Entscheide, die man da fällen muss, kann mir keiner abnehmen», lässt sich Ruch entlocken. Die Anzahl und Lage der anzulaufenden Posten würden bis zum Start wie ein Geheimnis gehütet. Auf Anweisungen und Hilfe von aussen könne er deshalb nicht zählen.Wie ein FamilienausflugSo richtig gepackt hat Remo Ruch das OL-Fieber vor gut vier Jahren. Damals, als 10-jähriger, besuchte er einen Schnupperkurs bei der in Langnau und Umgebung tätigen OL-Gruppe Skandia. Kam noch hinzu, dass bereits Mutter Ruth, Vater Stefan und Schwester Martina dem Orientierungslauf-Virus verfallen waren. Das sei ideal, berichtet Remo Ruch. «Die Teilnahme an Wettkämpfen kann fast in die Kategorie der Familienausflüge eingeordnet werden.»Um allen Anforderungen dieses Sports gerecht zu werden, brauche es Training, viel Training. Rund zehn Stunden pro Woche – Kartentraining im Gelände, Trainingsläufe, Jugendriege und Schulsport eingerechnet. Hinzu kommen die diversen Wettkämpfe. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres legte Remo Ruch an 30 Wettkämpfen insgesamt 125 Kilometer zurück, bewältigte 3159 Höhenmeter und suchte 428 Posten.Weiter gehtsEin erstes Ziel hat Remo Ruch nun erreicht, aber dabei soll es nicht bleiben. Nach zehn Selektionsläufen wird Ende Jahr entschieden, ob er den Sprung ins Nachwuchskader Bern/Solothurn schafft. Und: «Ein weiterer Schweizer-Meister-Titel in irgend einer Einzeldisziplin oder mit der Mannschaft wäre schon toll.»

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