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Showdown für die Städtlizwirble

Die Wangener Städtlizwirble sind im Schuss: Sie haben nicht nur einen neuen Fasnachtswagen kreiert, sondern – wie jedes Jahr – gleich den ganzen Umzug organisiert.

Das Tor bleibt für Unbefugte geschlossen. Zutritt haben nur die Städtlizwirble. Auch der BZ-Fotograf darf lediglich die fleissige Fasnachtsgruppe aus Wangen porträtieren. Das Geheimnis um den neuen Fasnachtswagen wird bei den Fasnächtlern gut gehütet.

Die Wangener Städtlizwirble bauen nicht nur seit 29 Jahren Fasnachtswagen und gehen mit ihnen an Umzüge in der Region – sie sind zugleich auch die Organisatoren des ganzen Fasnachtsumzuges in Wangen. Das diesjährige Motto: Showtime.

Umzug

«Der Umzug in Wangen war 1981 ein Gründungsziel», sagt Brigitte Reist, Präsidentin der Städtlizwirble. Was damals im kleinen Rahmen mit acht Sujets (Wagenbaugruppen und Guggen) begonnen hatte, wird heute im grösseren Stil fortgeführt. «Fünfundzwanzig Sujets wird der diesjährige Umzug zählen», verrät Reist. Sie freut sich besonders, dass der Umzug vom Sonntag, 21.Februar, zu zwei Dritteln aus Wagen bestehen wird. Das biete dem Publikum eine gelungene Abwechslung.

Fasnachtsvirus

Seit 18 Jahren zwirbelt die Präsidentin selber am Umzug mit und ist noch immer mit Leib und Seele dabei. Béatrice Palermo, Sekretärin der Städtlizwirble, lacht: «Wir haben eben den Fasnachtsvirus eingefangen.» Gemeinsam etwas herzustellen, die kreative Arbeit und die Herausforderung, dass am Ende alles klappt, sei das, was Spass mache und motiviere. Einen Umzug auf die Beine zu stellen braucht viel Engagement in verschiedenen Bereichen und ist für die nur gerade 15-köpfige Fasnachtsgruppe immer ein Ereignis.

Absprechen mit den Behörden, dem Werkhof, der Polizei und der Feuerwehr, Einladen der Umzugsteilnehmer, Managen des Plakatmalwettbewerbs, Herstellen der Plaketten, Heraustüfteln des Fasnachtsmottos – die Liste der organisatorischen Arbeiten ist lang. «Ohne den Einsatz von zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern wäre dies gar nicht möglich», sagt die Präsidentin. Engagement erfordere auch der Verkauf von Plaketten. Denn mit dem Erlös werde der Umzug finanziert und würden Gagen an die Fasnachtsgruppen ausbezahlt.

Zwirbulinos

«Zu unsern besten Zeiten hatten wir etwa 45 Mitglieder», erinnert sich Béatrice Palermo, die ihren ersten Einsatz bei den Städtlizwirble bereits als 16-Jährige hatte. «Damals bauten wir auch gleich drei Wagen», sagt die 40-jährige Familienfrau. Heute sei es eher schwierig, neue Mitglieder zu finden. Umso mehr freut es sie, dass sie neu auch zwei Zwirbulinos – 14 bis 16-jährige Städtlizwirble – aufnehmen konnten. Die Zwirbulinos betreuen die grossen Zwirbeln besonders gut und weisen ihnen auch gleich einen Götti oder eine Gotte zu.

Lampenfieber

Die Augen von Brigitte Reist leuchten, wenn sie von den letzten Minuten vor dem Startschuss zum Umzug erzählt. Sie geniesse jeweils den Moment, wo alles organisiert sei und sie ihre Plaketten verkauft habe. «Dann marschiere ich immer am wartenden Publikum vorbei zu unserem Wagen und weiss, dass der grosse Moment nun endlich da ist. Ja, da habe ich Herzklopfen und sogar etwas Lampenfieber.»

Umzug Wangen: 21.Februar, 13.59 Uhr.

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