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Stimmungstief beim FC Langnau

Die Langnauer Fussballer diskutierten heftig, weil es mit dem geplanten Ausbau im Moos einfach nicht vorwärtsgeht.

Die Stimmung im Fussball-Club Langnau war wohl schon besser. Dass der Ausbau der Infrastruktur im Moos immer noch aussteht, sorgte an der Hauptversammlung ebenso für emotionale Diskussionen wie eine vom Vorstand vorgeschlagene Sparmassnahme. Dabei stellte Präsident Beat Herrmann gleich zu Beginn klar: «Stammtischgerüchte, die besagen, im Vorstand herrsche eine schlechte Stimmung, stimmen nicht.»

Im Januar wieder Infos

Die gestiegenen Mitgliederzahlen bringen die vorhandene Infrastruktur im Moos an ihre Grenzen. Einen geregelten Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, sei nicht mehr möglich, hiess es an der Versammlung. Daher plant der Verein seit längerem an einer Erweiterung mit einem zusätzlichen Spielfeld und einem Neubau mit Garderoben, WC-Anlage und Vereinslokal. Dazu soll das Hauptfeld saniert werden.

Doch das Vorhaben kommt nicht vom Fleck. Liegt es am Vorstand oder an der Gemeinde? Für einen Votanten war die Sache klar. «Der Vorstand hat seine Aufgabe nicht oder nur schlecht erledigt. Wir sind gleich weit wie vor einem Jahr, das kann nicht so weiter gehen.»

Dem hielt Präsident Herrmann entgegen, dass Verhandlungen mit der Gemeinde anstünden. Langnau habe im Investitionsplan einen Kredit von 500000 Franken für das zusätzliche Spielfeld, die Sanierung des Hauptfeldes und die Zufahrt versprochen. Für den Neubau müsse der Verein dagegen selber aufkommen. Doch diese Kosten von rund 900000 Franken sind für den Verein nicht tragbar. Sie müssen um gut einen Drittel abgespeckt werden. Nun wird das Projekt nochmals überdacht. An einer nächsten Hauptversammlung im kommenden Januar soll wieder informiert werden.

Weiterhin vier Discos

Auf wenig Gegenliebe stiess der Antrag des Vorstandes, bei den Ausgaben auf 20000 Franken zu verzichten. Dieses Geld wurde bislang für die Dresses der Mannschaften sowie für die Miete der Busse ausgegeben, die die Spieler an die Spielorte bringen. Es kam vorwiegend den Junioren zu Gute. Dieses Ansinnen sei «eine Katastrophe, dem Vorstand fehlt der Bezug zur Praxis», sagte ein leicht erregtes Klubmitglied. Der Antrag wurde schliesslich abgelehnt, zugleich beschloss man, bis auf weiteres an den jährlich vier im Verein nicht unumstrittenen Discoanlässen festzuhalten.

Es gab aber auch Erfreuliches zu berichten. Die Rechnung schloss bei 290000 Franken Ertrag mit gut 500 Franken Gewinn ab. Das Budget fürs nächste Jahr rechnet bei 250000 Franken Aufwand mit einem ausgeglichenen Resultat. Der Mitgliederbestand hat sich nach einer Bereinigung der Mitgliederliste bei 306 Personen eingependelt.

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