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Turbulente Fahrt Richtung WM

Weil er am Pfeiffer’schen Drüsenfieber litt, musste Kanufahrer Mike Kurt wochenlang pausieren. Nun ist er zurück im Geschäft – Eine Chance bleibt Kurt, sich für die WM zu qualifizieren.

Noch nicht qualifiziert: Mike Kurt.
Noch nicht qualifiziert: Mike Kurt.
Ulrich Kocher

Lange musste sich der Weltklasse-Kanufahrer Mike Kurt gedulden, ein Comeback war unmöglich. Nun befindet er sich im Wiederaufbau, seine Krankheit, das Pfeiffer’sche Drüsenfieber, scheint überwunden. Vor zwei Wochen gewann der Wiedlisbacher schon mal überlegen das nationale Swiss-Cup-Rennen in Bern. Mindestens einen Halbfinalplatz strebte er beim Weltcup-Rennen in Bratislava an. Ein Ziel, das er am Ende nicht erreichen sollte. Bester SchweizerNach verhaltenem ersten Durchgang gelang dem zweifachen Olympiateilnehmer im zweiten Lauf eine Weltklassezeit. Diese hätte problemlos für die Halbfinalqualifikation gereicht – wenn da nur nicht zwei Torberührungen gewesen wären. Diese verhinderten ein Weiterkommen, nach der Qualifikation war für ihn mit dem 45.Platz bereits Schluss. Für Mike Kurt keine allzu grosse Enttäuschung: «Ich wusste, dass es an ein Wunder grenzen würde, wenn ich nach so kurzer Genesungszeit bereits wieder Weltklasseleistungen erbringen könnte.» «Mir fehlt das Gefühl» Der Weg zurück an die internationale Spitze ist weit und beschwerlich, das hat der Start in Bratislava gezeigt. «Mir fehlt noch das Gefühl fürs Wasser, die physische Robustheit und das Gespür für die richtige Geschwindigkeit», analysierte Kurt seinen Auftritt. Immerhin hat er nun die Gewissheit, seine langwierige Krankheit überwunden zu haben. Zeit für einen sportlichen Wiederaufbau bleibt den Oberaargauer bis zu den Weltmeisterschaften vom 9. bis am 13.September im spanischen La Seu d’Urgel. Die regulären internen Qualifikationsläufe für die Nationalmannschaft konnte Kurt im April wegen seiner Krankheit nicht bestreiten. Der Schweizer Kanuverband gewährt ihm nun eine zweiten Chance, sich an einem Weltcup-Rennen zu qualifizieren. Ernst gilt es für ihn am 22. und 23.August in Tacen (Slowenien). An diesem Wettkampf fahren die Schweizer nun ihre interne Qualifikation für die WM in Spanien. Verband mit KompromissMit dieser Lösung ist der Schweizer Kanuverband einen Kompromiss eingegangen. Einige Schweizer Athleten hatten sich in den letzten Wochen über die Nachselektionsbestimmungen für Mike Kurt beklagt. Nun soll das Thema endgültig vom Tisch sein. Die nächsten Wochen will Mike Kurt für einen sauberen Aufbau im Hinblick auf die WM nutzen. Holt er seinen Trainingsrückstand auf, könnte es für ihn am Ende doch noch zu einem versöhnlichen Saisonabschluss kommen. «Es ist wichtig, dass ich nun viel auf dem Wildwasser fahren kann und die zwei Monate bis zur WM nutze, um mich optimal aufzubauen.»

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