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Überraschende Wende: Touristikchef Billau bleibt

Der Abgang von Christian Billau als regionaler Tourismusleiter Emmental war eigentlich schon besiegelt. Nun hat er es sich doch noch anders überlegt – weil die Emmental Tours AG privatisiert wird.

Der Neue ist der Alte: Tourismuschef Christian Billau.
Der Neue ist der Alte: Tourismuschef Christian Billau.
Thomas Peter

Eigentlich war alles klar: Ende August kündigte der oberste Emmentaler Touristiker Christian Billau. Die Einladungen für den Abschiedsapéro des Geschäftsführers der Emmental Tours AG und Leiters von Emmental Tourismus waren verschickt worden, gestern fand er statt – allerdings unter gänzlich anderen Vorzeichen: Der Abschieds- wurde kurzerhand in einen «Zukunftsapéro» umfunktioniert. Der Grund: Billau tritt nun doch nicht ab, sondern wird der Emmental Tours AG und Emmental Tourismus weiterhin vorstehen.

Diese unerwartete Wendung hat mit den grossen Änderungen zu tun, die derzeit im regionalen Tourismus vonstatten gehen. Am 1.November wurde bekannt, dass die Emmental Tours AG vollständig privatisiert werden soll. Biketec-Gründer und Herzroute-Mitbesitzer Kurt Schär will das gesamte Aktienpaket von der Regionalkonferenz Emmental übernehmen.

Kooperation mit Herzroute

Diese neuen Voraussetzungen haben bei Billau zum Sinneswandel geführt. Vonseiten Schärs habe es aber doch etwas Überzeugungsarbeit dafür gebraucht, Billau zurück ins Boot zu holen. Auch noch als bekannt geworden sei, dass Kurt Schär das volle Aktienpaket übernehmen wolle, habe er seine Meinung nicht gleich geändert. «Ich kündigte im August ja nicht grundlos», führt Billau aus. Er habe an vorderster Front geholfen, Emmental Tourismus aufzubauen, «zuletzt fehlten einfach die Perspektiven». Doch: «Im Gespräch mit Kurt Schär und Simon Brülisauer (Geschäftsführer der Herzroute AG) habe ich aber gemerkt, dass es nun ganz andere Möglichkeiten gibt, insbesondere, was die Zusammenarbeit mit der Herzroute anbelangt.» Was genau geplant ist, könne allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht kommuniziert werden.

Mit der Weiterverpflichtung von Billau hat Kurt Schär an einer wichtigen Position Klarheit geschaffen – sie steht allerdings unter einem Vorbehalt: Die Regionalkonferenz muss am 14.Januar dem Verkauf des Aktienpakets zustimmen. Das bedeutet auch für Christian Billau ein Restrisiko. «Dessen bin ich mir bewusst.» Denn: Was, wenn die Regionalkonferenz den Aktienverkauf ablehnt? «Dann muss ich weiterschauen.» Ihm sei aber wichtig, dass dies nicht als Druckversuch auf die Regionalkonferenz gewertet werde.

pd/BZ/cbb

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