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US-Täufer wollen dem Schloss Leben einhauchen

Ein Jahr nach dem Scheitern des Umnutzungsprojekts Schloss Trachselwald kommt erneut Schwung in die Sache: Täufergruppen aus Nordamerika sollen die fehlenden Millionen beisteuern.

Das Schloss Trachselwald soll auch weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein. Hans Wüthrich
Das Schloss Trachselwald soll auch weiterhin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein. Hans Wüthrich
Hans Wüthrich
In nordamerikanischen Täuferkreisen ist das Schloss Trachselwald bekannt.
In nordamerikanischen Täuferkreisen ist das Schloss Trachselwald bekannt.
Thomas Peter
Ältere Täufer wandeln gerne auf den Spuren ihrer Geschichte. Besuch einer Gefängniszelle im Schloss Trachselwald während des Täuferjahrs 2007.
Ältere Täufer wandeln gerne auf den Spuren ihrer Geschichte. Besuch einer Gefängniszelle im Schloss Trachselwald während des Täuferjahrs 2007.
Thomas Peter
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Wie weiter mit dem Schloss Trachselwald? Diese Frage war lange Zeit offen.Nun scheint sich eine Lösung abzuzeichnen: Täufergruppen aus Nordamerika interessieren sich für das historische Gebäude. Was steckt dahinter? Wird das Schloss ein religiöses Zentrum, eine Art Bibelschule?

«Nein», antwortet Christian Waber. «Es geht vielmehr darum, die Liegenschaft für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu halten», so der Sumiswalder Gemeindepräsident, der sich seit kurzem zusammen mit Trachselwalder Behörden für das Projekt starkmacht. Das markante Schloss soll zum Begegnungszentrum für das Emmental werden, das für verschiedene Anlässe, etwa für Hochzeiten, gemietet werden könnte. Das entspricht derjenigen Nutzung, die eine Gruppe um Regierungsstatthalter Markus Grossenbacher für das Schloss vorgesehen hatte. Zusätzlich soll eine Art historisches Zentrum entstehen, das sich der Täufergeschichte widmet. Denn diese ist eng mit dem Schloss Trachselwald verknüpft: Hunderte dieser Andersgläubigen waren als Gefangene in den Verliesen des Schlosses eingesperrt. Viele von ihnen flüchteten anschliessend ausser Landes, etwa Richtung Übersee. Waber dazu: «Der Kanton Bern steht gegenüber dem Täufertum in einer historischen Schuld.»

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