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Verwaltungsratspräsident des Regionalspitals Emmental bis im Juni gewählt

Der neue Verwaltungsratspräsident des Regionalspitals Emmental soll spätestens im Juni gewählt sein, verspricht die Regierung.

Zufall oder nicht? Tatsache ist: Genau in jenen Tagen im Januar, in denen der Grosse Rat den Um- und Ausbau des Spitals in Langenthal beschloss und so den mit 470 Millionen gefüllten kantonalen Spitalinvestitionsfonds auf einen Schlag um 74,5 Millionen erleichterte, reichten zwei SP-Grossräte aus dem Emmental eine Interpellation zu ihrem Spital ein. Immerhin hatten ihnen die Kollegen aus dem Oberaargau eben vorgemacht, was zu erreichen ist, wenn man für ein Ziel zusammensteht.

Wechsel um Wechsel

Genau in dieser Hinsicht arbeitet das Regionalspital Emmental im Moment unter erschwerten Bedingungen. Das machen Ueli Arm und Bernhard Antener in ihrem Vorstoss klar. Minutiös listen sie die Wechsel auf, die der Verwaltungsrat des Regionalspitals Emmental in den letzten gut zwei Jahren zu verkraften hatte. Es fing im Herbst 2007 mit dem – vom Kanton als Spitaleigner erzwungenen – Rücktritt des alten Verwaltungsrates an, ging 2008 weiter mit der Wahl des Präsidiums und der übrigen aktuellen Verwaltungsräte und gipfelte im Herbst 2009 im sofortigen Rücktritt des neuen Präsidenten nach nur anderthalb Jahren.

Seither wird das Gremium nur interimistisch geführt – angesichts der wichtigen Entscheide, die mit Blick auf eigene Umbauprojekte und mit Blick auf den wachsenden Kostendruck demnächst fallen, fragen die zwei: «Bis wann kann mit einer Besetzung des Verwaltungsratspräsidiums gerechnet werden?»

Kein «Fremdkörper»

Bis spätestens im Juni, hält die Regierung nun in ihrer schriftlichen Antwort fest. Zugleich bittet sie um etwas Geduld, weil ein so wichtiger Posten nur mit der «gebotenen Sorgfalt» Erfolg versprechend besetzt werden könne. Das Wahlverfahren sei aber so weit fortgeschritten, dass der Termin im Juni «voraussichtlich eingehalten werden kann».

Die zwei Grossräte wünschen sich noch, dass ihnen der Kanton «nicht einen Fremdkörper» an die Spitze des Spitals setzt. Ob sie dabei an den abrupten Abgang des letzten Präsidenten denken, der den Draht zum Emmental ganz offensichtlich nicht gefunden hat, sagen sie nicht. Dafür lenken sie den Blick zurück auf den Verwaltungsrat, in dem, so will es der Kanton, kein Grossrat und kein offizieller Vertreter einer Standortgemeinde sitzt. Wo doch solch direkte politische Drähte für ein Spital nur von Vorteil sind.

Im Oberaargau ist es anders. Hier walten gleich zwei Grossräte sowie der Langenthaler Stadtschreiber ihres Amtes.

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