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Wüthrich: «Enttäuscht bin ich von gewissen Huttwilern»

Zu den Ausschreitungen hätte es an den 1.-August-Feierlichkeiten nicht kommen müssen, sagt OK-Chef und Gemeinderat Adrian Wüthrich (SP). Selbst Bundesrätin Simonetta Sommaruga habe gewünscht, dass man die Demonstranten ignoriere.

Handgemenge vor der Bühne:  Festbesucher wollten den Protest der Asylaktivisten verhindern, Veranstalter und Polizei mussten schlichten.
Handgemenge vor der Bühne: Festbesucher wollten den Protest der Asylaktivisten verhindern, Veranstalter und Polizei mussten schlichten.
Marcel Bieri

Auch am Tag nach der Bundesfeier war diese gestern noch Gesprächsthema im Blumenstädtchen. Als einzige Oberaargauer Gemeinde durfte Huttwil am 1.August ein Bundesratsmitglied bei sich begrüssen. Zu reden geben im Nachhinein allerdings weniger Simonetta Sommarugas Worte vor der Huttwiler Festgemeinde als die Tumulte, die sich kurz zuvor im Festzelt auf dem Huttwilberg ereigneten: Rund 20 Asylsuchende sowie Angehörige des Komitees «gegen Fremdenhetze und Asylbusiness» hatten sich mit zwei Transparenten vor der Bühne aufgestellt, um vor der Polizei- und Justizministerin «gegen den Asylbunker im Berner Hochfeldquartier und die Profitmacherei im Asylbereich» zu protestieren. Eine Aktion, die bei der Mehrheit des Publikums wenig Verständnis fand: Ein Jodler entriss den Demonstrierenden eines ihrer Transparente; es kam zum Handgemenge; mehrere Festbesucher beschimpften die Asylsuchenden lautstark.

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