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Emmental Tours AG zu verkaufen

TourismusDer Verein Region Emmental und die Biketec AG erwägen den gemeinsamen Kauf der Emmental Tours AG. Sie haben, vorerst unverbindlich, bei der BLS Interesse angemeldet. Damit soll verhindert werden, dass die touristische Drehscheibe aus der Region verschwindet.

Das Touristikunternehmen Emmental Tours AG (Etag) mit Sitz in Burgdorf ist zu 100 Prozent eine Tochter der BLS. Diese plane, die Etag zu verkaufen, sagte Markus Aebi an der Mitgliederversammlung des Vereins Region Emmental. Aebi leitet als Vorstandsmitglied der Region den Bereich Tourismus. An der Versammlung in Burgdorf informierte er die Gemeindevertreterinnen und -vertreter, wie der Verein auf die Verkaufspläne der BLS reagieren will. Eng verknüpft mit der Region Was mit der Emmental Tours AG geschehe, betreffe die Region unmittelbar, betonte Aebi. So basiere das Tourismusmarketing des Vereins Region Emmental stark auf Dienstleistungen der Etag; über sie liefen das Callcenter, der Schalterdienst sowie der Post- und E-Mail-Verkehr, und in ihren Räumlichkeiten sei der Regionstouristiker Christian Billau untergebracht. Ohne Namen zu nennen, sprach Aebi von «nationalen Playern» im Tourismusbereich, die sich für einen Kauf der Etag interessierten. «Das könnte für unser eigenes Tourismusmarketing einschneidende Veränderungen bedeuten», erklärte Aebi. Denn es sei kaum wahrscheinlich, dass einer dieser Käufer daran interessiert wäre, eine Filiale ausgerechnet in Burgdorf zu betreiben. Deshalb tritt nun auch der Verein Region Emmental als Kaufinteressent auf, gemeinsam mit der in Huttwil beheimateten Biketec AG. Die Herstellerin von Elektrofahrrädern engagiert sich im Rahmen der Herzroute und anderer Angebote auch im Velotourismus. Es handle sich vorerst um ein unverbindliches Kaufangebot, betonte Aebi. «Wir mussten handeln, um am Ball zu bleiben.» Im Mai stehe mit der BLS ein Gespräch an, danach komme der Regionsvorstand zusammen, um zuhanden einer ausserordentlichen Mitgliederversammlung im Juni einen Antrag zu formulieren. Möglich sei von einem Nichtkauf über den Erwerb einer Aktienmehrheit oder -minderheit bis hin zu einer anderen Lösung nach wie vor alles. Die Käuferschaft werde von der BLS voraussichtlich Ende Juni bestimmt. Gemeinden bleiben verschont Von welcher Kaufsumme denn auszugehen sei, begehrte ein Versammlungsteilnehmer zu wissen. Markus Aebi wollte keine Zahlen nennen, hielt aber fest, dass die Regionsgemeinden im Falle eines Kaufs nicht mitzuzahlen hätten. Der Verein würde seinen Anteil aus bereits vorhandenen Mitteln und «über weitere Kanäle» bezahlen. Im Übrigen stehe das Tourismusmarketing des Vereins noch im dreijährigen Testbetrieb. Sich allenfalls an einem Kauf der Emmental Tours AG zu beteiligen, mache für die Region logischerweise nur Sinn, wenn sie die Tourismusförderung als Aufgabe definitiv übernehme. Diese Weiche würden die 42 Mitgliedsgemeinden im Frühsommer auch noch zu stellen haben.Hans Herrmann>

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