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Bald einmal hat es zu wenig Klassenzimmer

Schangnau ist immer noch mit den Folgen des Unwetters 2014 beschäftigt. Nächstes Jahr wird zudem die Schulraumplanung zu reden geben. Allerdings nicht wegen sinkender Schüler­zahlen – im Gegenteil.

Schanganu verzeichne keinen Rückgang und sei gerade deshalb gezwungen, zusätzlichen Schulraum zu schaffen. (Symbolbild)
Schanganu verzeichne keinen Rückgang und sei gerade deshalb gezwungen, zusätzlichen Schulraum zu schaffen. (Symbolbild)
Keystone

Nach altem Rechnungsmodell würde die Gemeinde Schangnau für nächstes Jahr einen Gewinn von gut 33'000 Franken budge­tieren. Aber gemäss den neuen Vorschriften muss der Betrag für zusätzliche Abschreibungen verwendet werden. So wird der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember ein Budget präsentiert, das bei einem Aufwand von rund 2,97 Millionen Franken im allgemeinen Haushalt ausgeglichen abschliesst.

Die grösste Differenz gegenüber dem Budget 2016 betreffe die Gemeindebeiträge an die Schwellenkorporation, schreibt der Rat. Denn die weiteren Arbeiten, die im Nachgang zum Unwetter 2014 noch zu leisten seien, gälten nicht mehr als Sofortmassnahmen, sondern seien als Instandstellungsprojekte definiert worden. Das heisst: Sie werden nicht mehr zu 95, sondern noch zu 60 Prozent subventioniert. Der Gemeinde bleiben entsprechend höhere Restkosten.

Beiträge an Güterstrassen

Auch für den Tourismus wird die Gemeinde künftig mehr Geld ausgeben, sofern das Stimmvolk das Budget genehmigt. Der bis­herige Gemeindebeitrag an den Verkehrsverein soll von 11'000 auf 20'000 Franken erhöht werden. Dies, obwohl das Tourismusbüro nach der Schliessung der Poststelle in die Gemeindeverwaltung integriert wurde und die Touristen nun von den Angestellten der Gemeinde beraten werden.

Die geplanten höheren Ausgaben erklärt Gemeindepräsident Beat Gerber auf Anfrage ­damit, dass es dem Verkehrsverein immer schwerer gefallen sei, Freiwillige zu finden, die bereit seien, Arbeiten im Vorstand oder etwa bei der Pflege der Wanderwege, der verschiedenen Ruhebänke und der Verschönerung des Dorfbildes zu übernehmen. Dank dem höheren Gemeindebeitrag könne den Engagierten künftig ein bescheidenes Entgelt gezahlt werden. Gerber betont: «Uns ist es wichtig, dass die Leistung aufrechterhalten bleibt.» Zudem würden andere Kommissionsmitglieder auch nicht gratis arbeiten, gibt er zu bedenken.

Für nächstes Jahr rechnet der Gemeinderat mit Nettoinvestitionen von rund einer halben Million Franken. Dabei handelt es sich fast durchwegs um Bei­träge an Alperschliessungen und Güterstrassen.

Die Vorgaben der Schule

Doch nächstes Jahr will der Gemeinderat ein Projekt vorantreiben, das zu reden geben dürfte: die Schulraumplanung. Im Frühling werde der Bevölkerung ein Entwurf mit mehreren Varianten vorgestellt, kündigt Beat Gerber im Mitteilungsblatt an. In Schangnau seien es aber nicht etwa sinkende Schülerzahlen, die den Gemeinderat zwängen, über die Schulstrukturen nachzudenken, sagt der Gemeindepräsident. Die Gemeinde verzeichne keinen Rückgang und sei gerade deshalb gezwungen, zusätzlichen Schulraum zu schaffen, damit sie den Vorgaben eines modernen Unterrichts gerecht werden könne.

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