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Damit das KV bleibt

Eine dringliche Motion will dem Langnauer Gemeinderat Beine machen: Er soll sich gegen die Verlegung der ­kaufmännischen Abteilung nach Burgdorf wehren.

Am Standort Langnau geht die Angst um, dass Klassen geschlossen werden könnten.
Am Standort Langnau geht die Angst um, dass Klassen geschlossen werden könnten.
Thomas Peter

Über diesen Auftrag freute sich Gemeinderätin Renate Strahm (SP). «Gerne» nehme sie die Motion von Parteikollegin Silvia ­Röthlisberger entgegen, sagte die Bildungsverantwortliche. Denn die Parlamentarierin will den Gemeinderat darin beauftragen, «alles zu unternehmen, um die Schliessung der Abteilung Kaufmännische Schule und Detailhandel in Langnau, beziehungsweise deren Verlegung, zu verhindern».

Auch dass der Vorstoss dringlich zu behandeln sei, wie von Röthlisberger gefordert, stiess bei Strahm auf Gegenliebe. Weil die Pläne des Berufsbildungszentrums (BZ) Emme eventuell schon das nächste Schuljahr betreffen könnten, wie sie anfügte. Mit 35 Ja bei einer Enthaltung stimmte das Parlament der Dringlichkeit zu. Der Vorstoss muss also an der nächsten Sitzung traktandiert werden.

«Weniger Zeitdruck»

Doch Gemeindepräsident Walter Sutter (SVP) nahm dem Geschäft etwas von seiner drängenden Brisanz. Erstens, weil der Gemeinderat schon von sich aus aktiv geworden sei. Als er «auf dem Latrinenweg» von den Absichten des BZ Emme gehört habe, «haben wir in einem Schreiben unseren Unmut kundgetan». Anfang Woche nun habe er mit Direktor Thomas Wullimann ein persönliches Gespräch geführt.

«Wir haben nicht mehr den gleichen Zeitdruck», stellte er fest. Die Veränderungen würden nicht bereits auf August dieses Jahres passieren, sondern erst auf das Schuljahr 2020/2021. Und es hänge von den Schülerzahlen ab, wo Klassen geschlossen werden müssten, ob in Langnau oder in Burgdorf. «Es brennt noch nicht so, aber wir müssen ein Auge darauf haben», fasste Sutter zusammen. «Und ich verspreche, dass wir das tun werden.»

Die Rolle der Grossräte

Zudem sei ein Vorstoss der Emmentaler Grossräte in Vorbereitung, kündigte der Langnauer Gemeindepräsident an. Es waren auch sechs Emmentaler Grossräte, die in der Spardebatte letzten Herbst mit einer Planungserklärung dafür kämpften, dass die Floristinnenschule am Oeschberg erhalten bleibt: Peter Sommer (FDP), Samuel Leuenberger (BDP), Markus Aebi (SVP), Christoph Grimm (GLP), Martin Aeschlimann (EVP) und Ernst Tanner (EDU).

Im Gegenzug schlugen sie vor, das BZ Emme habe die geforderten 300'000 Franken durch «strukturelle Anpassungen» einzusparen. Mit 108 zu 26 Stimmen bei 11 Enthaltungen setzten sie sich durch. An Wullimann ist es nun, diese Auflage umzusetzen.

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