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Der Bach fordert Platz

Vor fünf Jahren setzte der untere Frittenbach bei einem Gewitter das halbe Dorf unter Wasser. Jetzt soll er für 16 Millionen Franken ­saniert werden.

Der Durchlass unter der Kantonsstrasse ist zuweilen zu klein.
Der Durchlass unter der Kantonsstrasse ist zuweilen zu klein.
Olaf Nörrenberg

Der untere Frittenbach hat zu wenig Platz. Bei starken Gewittern fordert er sein Recht jeweils, indem er das Bachbett verlässt und zuweilen auch die nahe Strasse beschädigt.

Im August 2012 schwoll er so stark an, dass er entlang der Strasse, die von Zollbrück aus in den Graben führt, grosse Schäden anrichtete. Und bevor er sich in die Emme ­ergoss, setzte er halb Zollbrück unter Wasser.

Schon lange werde davon gesprochen, dass der Bach saniert werden müsste, weiss Lukas Hunzinger, Projektleiter der Flussbau AG. Denn das Problem sei nicht bloss die zu kleine Abflusskapazität in dem engen Bachbett, sondern auch, dass die Schwellen und die Ufer in schlechtem Zustand seien.

«Diese Bauwerke muss man erneuern», erklärt Hunzinger einen Teil des Wasserbauplans, zu dem sich die Bevölkerung nun in einer öffentlichen Mitwirkung äussern kann.

Tiefer und breiter

In Zollbrück unterquert der untere Frittenbach die Kantonsstrasse in einer Betonschale, die unter dem Areal der Sägerei Brand hindurch schliesslich in die Emme führt. Auch diese ­Schale müsse tiefer und breiter werden, damit das Gewässer künftig einem Jahrhunderthochwasser standhalten könne, sagt Hunzinger.

Zudem sei geplant, die Schale mit einer Kiessohle zu versehen und die Abstürze in die Emme so zu gestalten, dass Fische künftig aufwärtswandern könnten. Bislang sei der untere Frittenbach nicht fischgängig, sagt Hunzinger, betont aber: «Es handelt sich um ein Hochwasserschutz-, nicht um ein Revitalisierungsprojekt.»

Das Vorhaben beinhaltet im Gebiet der Sägerei eine neue Linienführung des Durchlasses. Der alte Durchlass werde nach den Bauarbeiten zugeschüttet, erklärt der Projektleiter. Auf einer Länge von über 700 Metern soll die Frittenbachstrasse zudem verlegt werden.

Infoveranstaltung

Die Schwellenkorporationen Rüderswil und Lauperswil, die gemeinsam verantwortlich sind für den unteren Frittenbach, rechnen mit Baukosten von rund 16 Millionen Franken. Einen grossen Teil davon werden Bund und Kanton übernehmen.

Am 19. Juni kann sich die Bevölkerung über die Pläne informieren. Danach seien alle interessierten Personen berechtigt, bis zum 11. Juli Anregungen und Einwände anzubringen, steht im Anzeiger.

Die öffentliche Information findet statt: 19. Juni, 19.30 bis 21 Uhr, in der Aula Zollbrück.

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