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Der Campus Signau ist einen Schritt weiter

Jetzt kann der Signauer Gemeinderat detailliert erarbeiten, was es braucht, damit dereinst alle Schüler an einem Standort unterrichtet werden können. 60 Prozent der Stimmberechtigten sagten Ja zum Projektierungskredit.

Susanne Graf
Jetzt kann der Gemeinderat für die Schulanlage im Dorf detaillierte Pläne erarbeiten lassen.
Jetzt kann der Gemeinderat für die Schulanlage im Dorf detaillierte Pläne erarbeiten lassen.
Visualisierung: pd

Gemeindepräsident Arno Jutzi (SP) reagiert erstaunt. Als er von dieser Zeitung erfährt, wie das Signauer Stimmvolk entschieden hat, trübt sich seine Freude für einen kurzen Moment. Die Bürgerinnen und Bürger haben mit 616 Ja und 401 Nein den Projektierungskredti von 600'000 Franken angenommen. 60 Prozent stimmten zu, 40 Prozent waren dagegen.

«Ich hatte mit 30 Prozent Nein gerechnet», gesteht Jutzi. Die relativ hohe Skepsis zeigt ihm, «dass wir noch stark gefordert sein werden.» Tatsächlich ist mit der jüngsten Urnenabstimmung in Signau erst ein weiterer Schritt auf einem noch langen Weg getan.

Jetzt gilt es zu präzisieren und detailliert auszuarbeiten, was sich die Behörden grob ausgedacht haben. Sie haben in einem Masterplan skizziert, wie im Dorf Signau genügend Schulraum geschaffen werden könnte, damit dereinst alle Schülerinnen und Schüler der Gemeinde an einem Ort unterrichtet werden könnten.

In anderthalb Jahren wieder

Geht es nach dem Willen des Gemeinderates, stimmen die Signauerinnen und Signauer in anderthalb Jahren über den Rahmenkredit ab. Bis dahin muss klar sein, wie viel das Ganze kosten wird. «Bis dahin müssen wir aber noch mehr Goodwill schaffen», liest Arno Jutzi aus den 40 Prozent Nein-Stimmen. «Aus irgendeinem Grund sind diese Stimmberechtigten nicht einverstanden gewesen», sinniert er.

Möglich, dass der eine oder andere Unihockeyspieler ein Nein einlegte, weil der Masterplan keine Dreifachturnhalle vorsieht. Möglich auch, dass die Vorlage von manchen abgelehnt wurde, weil die Anzahl vorgesehener Parkplätze als ungenügend erachtet wurde. Solchen und ähnlichen Fragen wird sich der Gemeinderat stellen müssen.

«Aber grundsätzlich habe ich grosse Freude», betont Arno Jutzi. Er freut sich darüber, dass der Gemeinderat den 2017 eingeschlagenen und vom Volk abgesegneten Weg hin zu einem zentralen Schulstandort weiterverfolgen kann. Und dass sich mit 49,3 Prozent ein relativ grosser Teil der Bevölkerung zu der Vorlage geäussert hat.

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