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Der Gewinn nahm zu – trotz allem

Die Bernerlandbank AG hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Sie konnte ihren Gewinn gegenüber dem Vorjahr steigern und sich für weitere Durststrecken im Zinsgeschäft wappnen.

Noch musste die Bernerlandbank keine Negativzinsen verlangen. «Aber es ist nicht auszuschliessen, dass wir auch einmal in diese Situation geraten werden», sagte Geschäftsführer Peter Ritter am Dienstag vor den Medien. Er geht davon aus, dass die Zinsen auch in Zukunft auf sehr tiefem Niveau verharren werden und der Zinsertrag rückläufig bleibt.

Im vergangenen Jahr jedoch konnte die Bernerlandbank mit Hauptsitz in Sumiswald trotz allem ein er­freuliches Resultat erwirtschaften. Mit 4,26 Millionen Franken fiel der Jahresgewinn um 2,9 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Verwaltungsrat wird deshalb der ­Generalversammlung, die am 20. Mai in der Langnauer Ilfishalle stattfindet, eine unveränderte Dividende von 21 Prozent oder 10.50 Franken pro Aktie vorschlagen.

Gleichzeitig ist geplant, 2,6 Millionen Franken für die Verstärkung der internen Reserven zu verwenden. Bezüglich Eigenkapital und Liquidität übertreffe die Bernerlandbank die regulatorischen Vorschriften deutlich, betonte Ritter.

Private Banking legte zu

Zum Resultat trugen verschiedene Faktoren bei: So konnten die Ausleihungen um 2,5 Prozent und die Kundengelder um 1,9 Prozent gesteigert werden. Im Vermögensverwaltungsgeschäft konnte die Bank sogar um 18 Prozent zulegen. Ritter führte das auf die gut angelaufene Zusammenarbeit mit der Zähringer-Privatbank zurück, an deren Gründung sich die Bernerlandbank vor anderthalb Jahren beteiligt hat. Dank ihr könne das Sumiswalder Institut «als einzige regional tätige Bank im Emmental und im Oberaargau» nebst traditionellen Sparanlagen «echte Private-Banking-Dienstleistungen aus einer Hand» anbieten, sagte Ritter.

Digitaler Ausbau geht weiter

Der Geschäftsführer wappnet sich für weitere «wirtschaftliche und geopolitische Herausforderungen». Ein wichtiges Augenmerk setzt er auf die Entwicklung in der Digitalisierung. So gehörte die Bernerlandbank zu den Ersten, die das Bezahlsystem Twint einführten. Sie stellt auch eine eigene App zur Verfügung. Neu bietet sie eine Schutzhülle an, die es Unberechtigten verunmöglicht, den NFC-Code auf Kreditkarten zu lesen.

Auch intern will die Geschäftsführung die Digitalisierung vorantreiben, um die Effizienz zu steigern. Am relativ teuren Filialnetz will Ritter dennoch festhalten. «Wir wollen keine reine Onlinebank werden.» Schliesslich verdanke die Bank ihren Erfolg dem Vertrauen ihrer Kunden, das nur im persönlichen Kontakt zustande komme.

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