Der Sohn übernimmt das Zepter

Hettiswil

Das umgebaute Restaurant Kreuz wird jetzt von Carlo Del-Prete von der Besitzerfamilie geführt.

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Es war ein Kommen und Gehen letzten Freitag im Kreuz Hettiswil. Mit dem ehemaligen Pächter Urs Egger wurde «ausgetrunken» und mit dem neuen Wirt Carlo Del-Prete die Neueröffnung gefeiert. Mit dabei waren auch die Liegenschaftsbesitzer Sandro und Yolanda Del-Prete vom Illusoria-Land.

Eigentlich hatte deren Sohn Carlo ursprünglich nichts mit der Gastronomie am Hut. Auch wenn er privat gerne koche, wie er lachend sagt. Der frühere Bankfachmann, der momentan mit seiner Familie noch im Thurgau lebt, hat sich wegen Fehlen eines Pächters im Kreuz entschieden, die Wirteprüfung zu machen.

Einige Module hat er bereits hinter sich gebracht. «Es ist eine neue Herausforderung, vor der ich Respekt habe, die mich aber auch befriedigt», resümiert er. Umso mehr, als das angegliederte Illusoria-Land mit dem neuen Programm langsam zu einem Familienbetrieb geworden sei.

Internationale Besetzung

Die Küche sei personell gut aufgestellt, sagt der neue Wirt. Chefkoch ist der gebürtige Tscheche Marek Sefranek, seit einem Jahr im Betrieb. Ihm zur Seite steht bis Ende Jahr noch ein Aushilfskoch. Der Berndeutsch sprechende Eritreer Mehari Tewelde, der eine zweijährige Küchenlehre absolviert hat, ergänzt das Team. Seit Mitte November gehört auch der amerikanische Koch John Casis dazu, der zuletzt in Italien gekocht hat. 

Carlo Del-Prete möchte im Kreuz mit den insgesamt 145 Innen- und Aussenplätzen (Pergola und Gartenhalle) künftig auch illusorische und andere themenbezogene Menüs anbieten. Nach langen Verfahrens- und Bewilligungswegen dürften ab nächstem Frühling rund um den Koi-Teich mit 52 Plätzen ebenfalls Gäste bewirtet werden, freut sich der neue Wirt.

Und was macht der bisherige Pächter Urs Egger? Vor gut einem Jahr war er noch zuversichtlich, dass er zwei Betriebe führen könne. Damals hat er das traditionelle Ausflugslokal Rothöhe auf dem Oberburger Hausberg übernommen – zusätzlich zum Kreuz, das er seit rund fünf Jahren führte. Längerfristig wurden ihm zwei Betriebe dann aber doch zu viel, und so entschied er sich Ende Oktober für die Rothöhe.

Den Betrieb hatte er in einem gestaffelten Miete-Kauf-Verfahren übernommen. Eigentlich hatte der 52-Jährige mit Jutta Ranft bereits eine Führungsperson in Oberburg angestellt. Da die Hotelfachfrau eine Zeit lang verletzungsbedingt ausgefallen war, kam es jedoch zu personellen Engpässen. Und im Kreuz durch die arbeitstechnische Fokusverschiebung zu Mindereinnahmen. 

Berner Zeitung

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