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Die Apfelernte lohnt sich kaum

Es ist Zeit für die Apfelernte. Doch viele Bauern stöhnen unter dem Segen, der von den Bäumen fällt. Wirtschaftlich bringt es nichts, sich nach dem Mostobst zu bücken.

Gluschtig und knackig sehen sie aus, die Äpfel, die an den Emmentaler Bäumen wachsen. Doch als Tafelobst können sie nicht verkauft werden, höchstens als Mostobst. Dafür gibt es so wenig Geld, dass sich die Arbeit für die Bauern kaum lohnt.
Gluschtig und knackig sehen sie aus, die Äpfel, die an den Emmentaler Bäumen wachsen. Doch als Tafelobst können sie nicht verkauft werden, höchstens als Mostobst. Dafür gibt es so wenig Geld, dass sich die Arbeit für die Bauern kaum lohnt.
Hans Wüthrich

Wer dieser Tage durchs Emmental wandert, erblickt sie überall: Apfelbäume, schwer behangen mit saftig-knackigen roten und gelben Äpfeln. Das Wasser läuft einem im Mund zusammen. Und man möchte einschreiten, wenn man sieht, wie weidende Kühe achtlos auf bereits gefallenes Obst trampeln.

Doch gar so kostbar wie dem nach einer Stärkung verlangenden Wanderer sind die Äpfel ihren Besitzern nicht. Zuweilen sind die Bauern sogar froh, wenn sich die Rinder in der Weide darüber hermachen und sie sich gar nicht erst danach bücken müssen. Denn das Auflesen lohnt sich wirtschaftlich nicht.

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