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Die BDP rechnet mit allem

Hauptziel der BDP ist es, ihre zwei Sitze im ­Langnauer Gemeinderat und die sieben im Parlament halten zu können. Doch auch für das Gemeindepräsidium rechnet sie sich ­realistische Chancen aus.

Thomas Gerber ist der Spitzenkandidaten der Langnauer BDP. Er kandidiert auch ums Gemeindepräsidium.
Thomas Gerber ist der Spitzenkandidaten der Langnauer BDP. Er kandidiert auch ums Gemeindepräsidium.
Thomas Peter

«Sehr aufwendig und mühsam» sei es gewesen, geeignete Kandidatinnen und Kandidaten zu finden, schrieb der Langnauer BDP-Präsident Hansueli Hofmann im August in einer Medienmitteilung. Immerhin konnte er sieben Personen motivieren, für den Gemeinderat zu kandidieren.

Nebst dem Bisherigen Thomas Gerber sind dies Peter Lehmann, Yvonne Battanta Stämpfli, Doris Jäckli, Jasmin Jenni, Chantal Lauen­stein und Hannes Stämpfli. Sie sollen dafür sorgen, dass die BDP ihre beiden Sitze in der Exekutive halten kann. Ganz einfach wird das nicht, zumal sich der zweite Bisherige Hans Peter Schenk nicht mehr zur Verfügung stellt und die Partei vor vier Jahren nur dank einem Restmandat zum zweiten Sitz kam.

Allerdings bewirbt sich Thomas Gerber nicht nur um die ­Wiederwahl in die Exekutive, er möchte auch gleich das Gemeindepräsidium übernehmen. Obwohl die BDP bei den letzten Wahlen im Gemeinderat mit 16,5 Prozent einen nur halb so hohen Wähleranteil verzeichnete wie die SVP, hofft Hansueli Hofmann, dass sein Kandidat «gut abschneidet» – oder mit andern Worten, im zweiten Wahlgang noch einmal antreten könnte.

Das wäre dann der Fall, wenn keiner der vier Kandidaten das ab­solute Mehr erreicht und Gerber das zweitbeste Resultat erzielt hätte. Dann, so Hofmann, rechne die BDP «mit guten Chancen», die Ausmarchung gegen Kronfavorit Walter Sutter (SVP) zu gewinnen.

«Schwierige Lage»

Im 40-köpfigen Parlament ist die BDP aktuell mit sieben Personen vertreten. Ausser dem Parteipräsidenten Hansueli Hofmann selber treten alle Bisherigen wieder an. Trotz schwieriger Suche ist es dem Parteivorstand gelungen, mit 19 Namen eine fast volle Liste einzureichen. Ziel der BDP ist es, diese sieben Sitze im Grossen ­Gemeinderat verteidigen zu können.

Wie zuversichtlich ist Hofmann, dass dies gelingen wird, wo die BDP in andern Gemeinden doch tendenziell eher Taucher hinnehmen musste? «Als Mittepartei ist man immer in einer schwierigen Lage», sagt er. Zudem sei Politik heute stark von Stimmungen abhängig, die kurzfristig Erfolg bieten oder zu Abwahlen führen könnten. «Heute muss man mit allem rechnen», stellt Hofmann fest.

Sie will, was alle wollen

Im Rückblick auf die vergangene Legislatur bedauert der BDP-Präsident, dass es ihm und den Kollegen der anderen Mitteparteien nicht gelungen sei, die Rahmenbedingungen für das Amt des Gemeindepräsidenten zu verbessern. Auf die Erfolge angesprochen, erwähnt er die Sporthalle im Oberfeld, die nun endlich realisiert werden könne.

Diesen Bau habe Hans Peter Schenk schon vor zehn Jahren in einer Motion gefordert. «Aber das ist nicht allein unser Erfolg. Es ist ein Erfolg für ganz Langnau, an dem auch andere beteiligt sind», sagt Hofmann und fasst die politischen Absichten der BDP so zusammen: «Wir wollen mithelfen, Sachen zu realisieren, die man wirklich will.»

Die Kandidierenden der BDP, Gemeindepräsidium: Thomas Gerber. Gemeinderat: Thomas Gerber (bisher), Peter Lehmann, Yvonne Battanta Stämpfli, Doris Jäckli, Jasmin Jenni, Chantal Lauenstein, Hannes Stämpfli.Grosser Gemeinderat: Yvonne Battanta Stämpfli, Adrian Berger, Peter Kobel, Johann Kühni, Peter Lehmann, Hannes Stämpfli (alle bisher), Adrian Beer, Damian Cavallaro, Renata Fankhauser, Brigitte Gerber, Markus Grimm, Martin Haldemann, Doris Jäckli, Jasmin Jenni, Chantal Lauenstein, Stefan Lehmann, Michael Rüfenacht, Wolfgang Scholz, Stefan Ramseier.

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