Die Gemeinde schafft Platz für die Armee

Kirchberg

Zum zweiten Mal innert knapp zweier Jahre erstellt die Gemeinde einen Parkplatz für Militär­fahrzeuge. Sie will damit die Abstellplätze beim Saalbau und der Sporthalle entlasten.

Auf dem Areal des ehemaligen Gartencenters sollen zusätzliche Parkplätze für Militärfahrzeuge entstehen.

Auf dem Areal des ehemaligen Gartencenters sollen zusätzliche Parkplätze für Militärfahrzeuge entstehen.

(Bild: Thomas Peter)

Im Sommer 2016 entschied sich Kirchbergs Gemeinderat, in der Industrie Neuhof einen Abstellplatz für Militärfahrzeuge bereitzustellen. Damit wollten die Behörden die Situation bei der Sporthalle Grossmatt und beim Saalbau entlasten. Denn weil die Armee mittlerweile fast durchgehend in der Truppenunterkunft beim Saalbau anwesend ist, werden die Plätze stark beansprucht.Jetzt, knapp zwei Jahre später, reagiert der Gemeinderat erneut. Er mietet ab dem 1. Mai einen Parkplatz für das Militär, wieder in der Industrie Neuhof. Auf dem Areal des ehemaligen Gartencenters Geissbühler sollen weitere Parkgelegenheiten bereit gestellt werden. Dafür wurde ein befristeter Mietvertrag mit der Grundstücksbesitzerin abgeschlossen.

Mietvertrag bis 2024

Der Vertrag läuft bis zum 31. Dezember 2024, die Gesamtkosten für die Mietdauer belaufen sich auf 565 000 Franken. Dieser Betrag liegt zwar in der Kompetenz des Gemeinderates, der Beschluss unterliegt aber dem fakultativen Referendum. Werden bis zum 9. April nicht mindestens 83 Unterschriften bei der Gemeindeverwaltung eingereicht, wird das Geschäft vollzogen.

Kirchbergs Gemeinderatspräsidentin Marianne Nyffenegger erklärt, weshalb die Gemeinde einen zusätzlichen Parkplatz für die Armee bereitstellt: Nach der Sanierung des Saalbaus und der Truppenunterkunft sei das Militär mit mehr Personen vor Ort als früher, die Unterkunft sei zudem fast permanent besetzt. «Die Logistikkompanie kommt mit mehr Fahrzeugen nach Kirchberg und braucht entsprechend mehr Platz», so Nyffenegger. Deshalb sei 2016 der Kiesparkplatz erstellt worden. Doch das reiche mittlerweile nicht mehr aus.

«Für die Region wertvoll»

Laut Nyffenegger hat die Gemeinde mit der Armee eine Vereinbarung für die Nutzung der Truppenunterkunft. Darin ist auch geregelt, dass genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Gemeinde müsse gleichzeitig auch sicherstellen, dass bei der Sporthalle und dem Saalbau ausreichend Parkplätze für die Besucher vorhanden seien. Gerade wenn Veranstaltungen stattfinden, kann es zu Engpässen kommen. Deshalb sei mit der Armee diskutiert und eine Lösung gesucht worden, so Nyffenegger.

Vom Kosten-Nutzen-Verhältnis her sei die Lösung auf dem Areal des ehemaligen Gartencenters die sinnvollste. Die Kosten für die Miete des Abstellplatzes können laut der Gemeinderatspräsidentin durch Mehrerträge aus der Truppenunterkunft refinanziert werden. Bereits 2017 habe die Gemeinde durch die Armee etwa 100 000 Franken mehr eingenommen als in vorderen Jahren. Dies, weil das Militär mit mehr Personen vor Ort war als früher und entsprechend höhere Abgaben leistete. In den kommenden Jahren sei mit Mehreinnahmen in gleicher Höhe zu rechnen. Nyffen­egger ist ohnehin überzeugt, dass die Anwesenheit des Militärs für die Gemeinde und die Region ein Gewinn ist. «Wirtschaftlich ist das für uns sehr wichtig und wertvoll», sagt sie.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt