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Die Leinenfaser kehrt zurück

Zu Gotthelfs Zeiten war Flachs im Emmental allgegenwärtig. Später ist die Faser, die zu ­Leinen verarbeitet wird, weitgehend verschwunden.

Adrian Brügger und Hans Haslebacher?wollen den Flachsanbau im Emmental industrialisieren.
Adrian Brügger und Hans Haslebacher?wollen den Flachsanbau im Emmental industrialisieren.
Franziska Rothenbuehler
Schwingerhose, Pullover und Garn?aus Flachsfasern.
Schwingerhose, Pullover und Garn?aus Flachsfasern.
Franziska Rothenbuehler
Flachsstroh,?das getrocknet wurde.
Flachsstroh,?das getrocknet wurde.
Franziska Rothenbuehler
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Adrian Brügger knüpft an eine Tradition an – und stellt sie auf eine industrielle Basis. Seit einigen Jahren baut er auf seinem Hof in Willadingen bei Koppigen Flachs an. «Vor 150 Jahren haben die Flachsfelder mit den blau blühenden Pflanzen die Landschaft des Emmentals geprägt», erzählt er. In jedem Dorf verarbeiteten die Bewohner Jahr für Jahr ihren Flachs gemeinsam zu Leinen. Doch nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Siegeszug der Baumwolle habe es die Region verpasst, den weit verbreiteten Flachsanbau zu industrialisieren. Die Folge: Der Flachs verlor an Bedeutung. An den einstigen Flachsanbau erinnert heute fast nur noch die Brächete in Zäziwil. Morgen ist es wieder so weit: Hunderten Besuchern wird vorgeführt, wie zu Gotthelfs Zeiten der Flachs gebrochen wurde.

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