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Die letzte Reise einer armen Sau

Langnau

Zwei Chauffeure transportierten ein schwer krankes Schwein. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau verurteilte sie wegen Tierquälerei zu bedingten Geldstrafen und Bussen.

Illustration: Max Spring

Illustration: Max Spring

Johannes Hofstetter

Lisa* ging es nicht gut. Aus ihrem After ragte ein Stück ihrer Innereien. Trotzdem wurde sie aus ihrem Stall im Luzerner Hinterland mit 5 Artgenossinnen in einen Transporter getrieben.

Franz*, ein Chauffeur, überführte die Tiere zu einem grösseren Hof. Tags darauf chauffierte sein Kollege Fritz* die inzwischen aus über drei Dutzend Schweinen und mehr als 60 Schafen bestehende Herde zu einem Schlachthaus in Langnau.

Zwei Stunden lang stand Lisa vor dem Gebäude. Drinnen wurde eine Artgenossin nach der anderen getötet. Einem Tierarzt fiel auf, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Er trennte sie von den anderen Schweinen, untersuchte sie und liess sie auf der Stelle notschlachten. Dann rief er die Polizei.

Berner Zeitung

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