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Die Scheibe dreht sich weiter

Seit 150 Jahren gibt es die Töpferei Kohler. Einst ernährte das Handwerk die ganze Familie, heute ist es eher ein Nebenerwerb.

Auf 150 Jahre darf man schon mal anstossen. Eduard und Ulrich Kohler (v.l.) hüten eine lange Familien- und Firmengeschichte – und führen sie fort.    © Marcel Bieri
Auf 150 Jahre darf man schon mal anstossen. Eduard und Ulrich Kohler (v.l.) hüten eine lange Familien- und Firmengeschichte – und führen sie fort. © Marcel Bieri

Ulrich und Eduard Kohler betreiben ein fragiles Handwerk – gleich in zweierlei Hinsicht: Was sie herstellen und verkaufen ist bruchgefährdet, und ihr Geschäft läuft nicht mehr so gut wie einst. Kohlers sind Töpfer, in vierter Generation.

«Ich habe eine 50-Prozent-Anstellung als Tramfahrer in Bern, so kann ich mir das Töpfern leisten», sagt der 59-jährige Eduard Kohler und lacht. Sein Bruder Ulrich ist 70, seit ein paar Jahren pensioniert, kann die Finger aber ebenfalls nicht vom «Lätt» lassen. Seit er in den Ruhestand getreten ist, arbeitet Ulrich Kohler in seiner eigenen Werkstatt, im Haus, wo vor 150 Jahren ihr Vorfahre Niklaus Kohler die erste Töpferei einrichtete. Von einer Werkstatt zur anderen und zurück geht man übrigens ziemlich genau 150 Meter.

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