Langnau

Die Tigers Langnau haben gekämpft und profitiert

LangnauIn einem von A bis Z spektakulären Spiel zeigten die Tigers Langnau tollen Kampfgeist und wiesen Meister Köniz 9:6 in die Schranken. Eine Rote Karte half den Emmentalern.

Thomas Gfeller (rechts) schoss die Tigers Langnau zum Sieg.

Thomas Gfeller (rechts) schoss die Tigers Langnau zum Sieg. Bild: Marcel Bieri

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Sieben Minuten waren im Derby zum Saisonauftakt in der NLA noch zu absolvieren, als sich der Könizer Olivier Hirschi zu einer Tätlichkeit hinreissen liess. Hirschi, sechsfacher Meister mit Wiler-Ersigen und letzte Saison noch in Schweden unter Vertrag, schubste mit dem Stock voran einen Langnauer weg und erhielt die Rote Karte, was im Unihockey einer Rarität gleichkommt.

Meister Köniz kassierte überdies eine Zwei- plus eine Fünfminutenstrafe. Sieben Minuten zu viert gegen fünf motivierte Emmentaler waren eine zu krasse Hypothek für den Meister, der zu diesem Zeitpunkt noch 6:5 geführt hatte.

In Überzahl liessen die Tigers den Lochball zirkulieren, bewahrten die Geduld, bis sich die Lücken auftaten. Thomas Gfeller, der insgesamt sieben Skorerpunkte holte, buchte den Ausgleich (57.), Yannick Glauser wuchtete den Ball 18 Sekunden vor Schluss zum 7:6 ins Netz.

Zwei weitere schnelle Treffer nach Bullygewinnen bis zum 9:6 ins leere Könizer Gehäuse besiegelten eine starke Aufholjagd der Emmentaler, die zuvor 40 Minuten lang Mühe bekundet hatten.

Aus der Komfortzone geholt

«Wir stellten im dritten Drittel auf zwei Linien um und schafften es, die Könizer aus der Komfortzone zu locken», sagte Michal Rybka. Der smarte tschechische Coach der Langnauer musste auch etwas versuchen beim Stand von 2:5 – der Taktikfuchs tat exakt das Richtige.

Denn wirkten die Langnauer in den ersten zwei Dritteln gedanklich behäbig und fanden die Räume in der Offensive viel zu selten, traten sie im Schlussabschnitt mit ihren Powerformationen wie ausgewechselt auf.

«Wir spielten in den ersten 40 Minuten nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Darauf wies ich das Team in Ruhe hin», erklärte Rybka. Mit viel Leidenschaft verkürzten die Tigers den Rückstand – ehe der Könizer Hirschi ihnen den Sieg mit der Roten Karte auf dem Silbertablett präsentierte. «Die Überzahl hat geholfen. Aber wir haben auch die nötige Geduld gezeigt, um es auszunutzen», meinte Coach Rybka.

Derweil haben sich die Könizer, die tags zuvor den Supercupfinal gegen Wiler-Ersigen in Zürich gewannen, wenig vorzuwerfen. Sie beherrschten den Gegner bis zu Beginn des letzten Drittels, zeigten teils wunderbare Kombinationen.

Vorab Patrik Doza, mit vier Skorerpunkten effizientester Angreifer, und der Supertechniker Jan Zaugg machten den Tigers das Leben schwer. Aber auch der finnische Zuzug Tuomas Iiskola wartete mit einer starken Leistung auf, zeigte, dass er dem Meister dereinst noch viel Freude bereiten könnte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 10.09.2018, 21:21 Uhr

Spieler der Woche

Angreifer Jonas Wettstein führt den UHC Thun seit nunmehr sieben Jahren als Captain auf das Spielfeld.

Am letzten Wochenende startete er bereits in seine dreizehnte Saison (!) mit den Berner Oberländern. Und wie wichtig Wettstein für seine jungen Teamkameraden in der NLA nach wie vor ist, bewies der langjährige Topskorer beim Saisonauftakt der Thuner gegen die Kloten-Dietlikon Jets.

1:3 lagen die Oberländer nach zwei Dritteln zurück, ehe Wettstein seine Routine und Torgefährlichkeit ausspielte und seine Farben mit einer Dublette zurück ins Spiel und am Schluss in die Verlängerung brachte. Thun siegte letztlich nach Penaltyschiessen.
lüp

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