Die Turnhalle ist endlich saniert

Heimiswil

Der Umbau dauerte acht Monate und kostete knapp 1,5 Millionen Franken. Nun haben die Schüler die Sporthalle in Beschlag genommen.

Lichtdurchflutet: In der sanierten Turnhalle kann man nun dem Unterricht von einer Galerie aus beiwohnen. Fotos: Beat Mathys / Tamedia AG

Lichtdurchflutet: In der sanierten Turnhalle kann man nun dem Unterricht von einer Galerie aus beiwohnen. Fotos: Beat Mathys / Tamedia AG

Noch warten sie draussen vor der Turnhalle Kirchmatte, die rund hundert Schüler und Kindergärteler der Schule Heimiswil. Für die Kinderschar ist heute ein grosser Tag, sie dürfen ihre neuen Garderoben und die neue Duschanlage benutzen.

Die sanierte Turnhalle mit der neuen Fensterfront, der zusätzlichen Fluchtwegtür und einer breiteren Eingangstür ist schon länger in Betrieb. Der neu gestaltete Eingangsbereich ist, wie alle anderen Räume, in den Farben Weiss und Anthrazit gehalten. Die allgemeine Freude ist gross, mussten die Kinder bis anhin doch die alten Dusch- und Garderobenräume der angrenzenden Zivilschutzanlage benutzen.

Diese Räume werden für künftigen Stauraum zurückgebaut. 2016 wurde die Sanierungsidee angedacht, ein Jahr später entstanden die ersten Projektentwürfe durch die Abbühl Architektur + Planung AG, Burgdorf. Während der letzten Sommerferien wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Insgesamt acht Monate dauerten die Arbeiten und kosteten 1,5 Millionen Franken. Witterungsbedingt konnte die Fassade noch nicht ganz fertiggestellt werden.

Rollstuhlgängig

Nach 37 Jahren sei es Zeit gewesen für eine Sanierung, sagt Ulrich Tschanz, Gemeinderat und Präsident der Arbeitsgruppe Turnhallensanierung, in seiner Ansprache. Die Schüler stehen flankiert von der Lehrerschaft erwartungsvoll vor dem Band, welches den Treppenaufgang zu der neuen Galerie noch versperrt. Einer Galerie notabene, die es früher nicht gab.

Zwei Mädchen durchschneiden das Band: Nun ist der Weg nach oben in die Galerie endgültig frei. Der Aufgang führte früher ausschliesslich zum Hinterausgang, der die Turnhalle mittels einer Aussentreppe mit dem Schulhaus verband. Im Aussengelände gibt es nun neu einen rollstuhlgängigen Weg anstelle einer Treppe zur rückseitigen Turnhalle. Auf dem früheren Flachdach entstand der lichtdurchflutete Galerietrakt mit den beiden grosszügigen, hellen Garderoben und den Duschanlagen.

Letztgenannte sind tür- und schwellenlos mit den Umkleideräumen verbunden. Anstelle von Wand- und Bodenplatten entschied sich die Bauherrschaft für einen wasserfesten, sandfarbenen Zementanstrich.

Neuer Mehrzweckraum

Der für den Umbau und die Aufstockung mit dem Pultdach zuständige Projektleiter Heinz Mühlethaler weist weiter auf den neuen Mehrzweckraum hin, welcher künftig unabhängig vom Turnbetrieb genutzt werden kann. Speziell für die Vereine sei ein solch vielseitig einsetzbarer Raum von Vorteil, ergänzt Gemeinderatspräsident Hans Ulrich Widmer.

Und dank der Galerie könnten nun Interessierte auch dem Turnbetrieb beiwohnen, was früher nur von aussen, durch die grossen Fensterscheiben möglich war. Nachdem der Schulleiter Jürg Burkhalter den Kindern einen rosafarbenen Glücksschweinhocker übergeben hat, wird das Band von zwei Mädchen durchschnitten, und der Weg nach oben in die Galerie ist endgültig frei.

Langenthaler Tagblatt

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