Zum Hauptinhalt springen

Ein Bad in der renaturierten Emme

Die Emme bietet ein wunderschönes Naherholungsgebiet. Dort lässt es sich an Sommertagen und -abenden herrlich entspannen, baden, spielen und Würste grillieren.

Die Emmenbirne schützt vor Hochwasser und lädt zum Verweilen ein.
Die Emmenbirne schützt vor Hochwasser und lädt zum Verweilen ein.
zvg

Vor dreissig Jahren war die Emme ein gerader Kanal, der in seinem engen Bett durch die weiten Wiesen des unteren Emmentals floss. Die Begradigung gab den Landwirten zwar mehr Land, führte aber immer wieder dazu, dass der Fluss die Wiesen und die Verbauungen am Ufer unterspülte. In der Folge sank das Flussbett immer weiter in das Land ein. Das führte dazu, dass auch der Grundwasserpegel immer niedriger wurde.

Um dem entgegenzuwirken, wurde der Flusslauf in den Jahren 1991 und 1992 vom Kanton verbreitert. Diese «beidseitige Aufweitung» führte dazu, dass das Wasser durch Kiesbänke fliesst und deshalb weniger schnell abläuft und dass das Geschiebe weniger schnell wandert. So erodiert das Flussbett weniger schnell – das wasserbauliche Ziel hatte der Kanton mit diesem Pionierprojekt erreicht. Die Aufweitung wurde kurz vor der Jahrtausendwende in einem zweiten Schritt auf gut 500 Meter verlängert. Auch an anderen Orten wurde so renaturiert.

Quasi nebenbei entstand auf diesem Abschnitt der Emme auch ein wunderschönes Naherholungsgebiet: Die breiten Kiesbänke, die durch die mäan­drierende Emme immer wieder anders aussehen, werden Emmenbirne genannt. Dort lässt es sich an Sommertagen und -abenden herrlich entspannen, baden, spielen und Würste grillieren.

Ein weiteres Plus der Emmenbirne ist die Auenlandschaft, die mit der Verbreiterung des Flussbetts entstand. In den Seitenarmen haben sich seltene Tiere und Pflanzen ansiedeln können.

Emmental-Tourismus warnt jedoch, dass bei Gewittern an der Emme äusserste Vorsicht geboten ist. Der Fluss schwillt bei Regenschauern stark an.

ats

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch