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Ein Kuchen, weil das Amt zu beissen gibt

Der abtretende Langnauer Gemeindepräsident Bernhard Antener hat sich für die Schlüsselübergabe an Walter Sutter etwas Süsses einfallen lassen.

Walter Sutter steigt mit einer süssen Überraschung in sein erster Jahr als Gemeindepräsident von Langnau.
Walter Sutter steigt mit einer süssen Überraschung in sein erster Jahr als Gemeindepräsident von Langnau.
Hans Wüthrich

Eine 08/15-Schlüsselübergabe kam für Bernhard Antener nicht infrage. Dem alten Gemeindepräsidenten von Langnau erschien es passender, das Ding, das seinem Nachfolger Zutritt zur Präsidialabteilung in der Gemeindeverwaltung verschafft, in einen Königskuchen einbacken zu lassen. Denn so wenig wie er ihm den Schlüssel plump in die Hand legen wollte, so selten lägen in der Politik die Lösungen einfach bereit. Oft müsse man die Geschäfte drehen und wenden, vielfach brauche es auch mehrere Anläufe, bis man am Ziel sei, erklärte er.

So muss Walter Sutter nun in einem Gebäck nach dem Schlüssel suchen. «Ich weiss, dass du Süssem gegenüber nicht abgeneigt bist», sagte Antener bei der Übergabe. Doch er zähle darauf, dass der neue Präsident den Kuchen mit seiner Frau teilen werde. «Denn auch sie wird an deinem Amt zu kauen haben.»

Überhaupt hofft Antener, dass sie etwas Einfluss nehmen werde auf die politische Arbeit ihres Mannes. Denn Ursula Sutter ist eine geborene Antener. Über ihren Vater, den Cousin von Bernhard Anteners Vater, bestehen verwandtschaftliche Bande, die den abtretenden Gemeindepräsidenten zuversichtlich stimmen, dass in Langnau etwas von dem Geist weiterwirken wird, der die Gemeinde in den letzten 24 Jahren prägte.

Die Art, wie Walter Sutter zu ­seinem Schlüssel vordringen konnte, war ihm nicht zuwider. Aber er versicherte, ganz bestimmt keinen Gebrauch machen zu wollen von der dem Kuchen beigelegten Krone. «Ich habe immer gesagt, dass ich kein Dorfkönig werden will.»

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