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Eine Freikirche hat Neues vor

Die Gemeinde für Christus will an der Kalchofenstrasse einen Neubau realisieren und die bestehenden Gebäude danach abreissen. Die freikirchliche Vereinigung ist schon seit über 100 Jahren im Dorf präsent.

Martin Burkhalter
Das Haus, in dem heute die Gottesdienste stattfinden, wird verschwinden. Die Christen wollen daneben einen Neubau aufstellen.
Das Haus, in dem heute die Gottesdienste stattfinden, wird verschwinden. Die Christen wollen daneben einen Neubau aufstellen.
Thomas Peter

Schon seit dem Jahr des Herrn 1920 sind die Liegenschaften an der Kalchofenstrasse 21 und 21 A im Besitz der freikirchlichen ­Gemeinde für Christus (GFC). Damals freilich nannte sich die Vereinigung noch anders: Bekannt wurde sie als Evangelischer Brüderverein. Der Verband wurde schon etwas früher, nämlich 1909, unter dem Namen «Verein des Freien Blauen Kreuzes» ins Leben gerufen. Ihm sind heute schweizweit rund 70 Standorte mit Gemeinden in der Grösse zwischen 60 und über 300 Mitgliedern angeschlossen.

Letzte Sanierung war 1974

An gut 50 Standorten finden die Gottesdienste und sonstigen Veranstaltungen in vereinseigenen Lokalen und Liegenschaften statt. So auch in Hasle-Rüegsau. Die beiden an der Kantonsstrasse und neben den Bahngeleisen liegenden Häuser stehen heute rund 110 Mitgliedern offen. «Die Gebäude sind in die Jahre gekommen», sagt Simon Beer, Sekretär der GFC.

Die Räumlichkeiten ­befänden sich auf vier verschachtelten Ebenen und entsprächen nicht mehr den heutigen ­Mindestanforderungen. Zudem stamme das Wohnhaus aus dem vorletzten Jahrhundert, und der anschliessende Saal sei 1920 errichtet und 1974 letztmals saniert worden. Deshalb soll nun etwas gehen in Hasle-Rüegsau. Im Anzeiger ist das Baugesuch publiziert. Die Einsprachefrist läuft noch bis zum 6. November.

Geplant ist ein Neubau und der anschliessende Abriss der bestehenden Gebäude. Heute befinden sich nahe der Kantonsstrasse und hinter dem markanten weissen Igluzelt der Firma Huber Cars ein Parkplatz und ein Garten inklu­sive Häuschen, die zu den Liegenschaften der GFC gehören. Dort soll der zweigeschossige Neubau entstehen.

Kernstück wird laut Simon Beer ein einladender Saal für Gottesdienste und andere kirchlich geprägte Anlässe im Obergeschoss sein. Weiter sind Nebenräume für Parallelange­bote wie etwa Kinderprogramme vorgesehen. Das Erdgeschoss soll neben den sanitären und tech­nischen Einrichtungen etwa ein Foyer mit guter Anbindung an den Aussenbereich beherbergen und künftig als Begegnungszone dienen.

Renaturierte Grünanlage

Ziel sei es, sagt Beer, die Anlässe im alten Gebäude weiterlaufen zu lassen, bis der Neubau fertiggestellt sei. Erst danach werden die alten Liegenschaften abgerissen. An ihrer Stelle kommen zum einen Parkplätze, zum anderen eine Grünanlage und ein offen gelegter Bach zu stehen. Dies, weil unter den bestehenden Liegenschaften ein Gewässer durchführt, das gemäss kantonalen Bestimmungen renaturiert werden muss.

2,5 Millionen Franken wendet die Gemeinde für Christus dafür auf. Das Geld stammt laut Beer aus eigenen Mitteln aus den Kollekten und sonstigen Spenden. Die GFC verfügt über eine zen­trale Kasse, die von allen angeschlossenen Gemeinden gespeist wird. Wenn die Bewilligung eingetroffen ist, sollten die Bauarbeiten innert gut zehn Monaten abgeschlossen sein. So Gott will.

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