English Style – mitten im Emmental

Lauperswil

Fantasievoll und alles andere als alltäglich: Hans Minder pflegt in Lauperswil einen Garten der ganz besonderen Art.

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Den Garten betritt man durch ein Tor aus Efeu und Holunder und wird dahinter sogleich von «Bengel» begrüsst, einem obskuren, koboldartigen Wesen aus Stein. Doch nicht nur «Bengel» lässt einen unweigerlich schmunzeln und staunen – die ganze Anlage ists, die für Überraschungen sorgt.

Der verwinkelte Garten rund um das Haus von Hans Minder in Lauperswil ist nämlich unterteilt in verschiedene «Gartenzimmer». Da gibts den Steingarten mit Hauswurz und anderen trocken liebenden Pflanzen, den Gemüsegarten mit Hochbeet, den Waldgarten mit Bäumen, Wasserfassung und Brunnen, den Moorbeetgarten mit Heidelbeeren und Rhododendron und so weiter.

Und immer wieder begegnet man kleineren und grösseren Skulpturen und skurrilen Objekten, die sich in die 400 Quadratmeter einfügen. So etwa eine vollständig bepflanzte, ausrangierte Toilette oder ein mit Pflanzen geschmücktes Lavabo.

In England zur Schule

«Ich liebe Abwechslung, das Ungewöhnliche, das Überraschende», erklärt Hans Minder. Das Konzept der Anlage orientiert sich an den traditionellen, grosszügig gestalteten Kew Gardens in England.

«Als ich in den 1970er-Jahren ein Jahr lang in London zur Schule ging, hielt ich mich in meiner Freizeit oft in diesen botanischen Gärten auf. Sie faszinierten mich schon damals», erzählt der 60-jährige Betriebsökonom, Lokalhistoriker und Familienforscher. Die Faszination ist bis heute geblieben.

Tag des offenen Gartens

Seit zehn Jahren wohnt Hans Minder in dem Haus in Lauperswil, das sich seit 1825 im Familienbesitz befindet. Vor sieben Jahren begann er, den parkähnlichen Garten anzulegen. Bei schönem Wetter hält er sich täglich etwa zwei Stunden darin auf, werkelt herum und geniesst die Ruhe und die Umgebung.

«Und einmal im Jahr steigt ein richtiges Gartenfest. Da kommen bis zu sechzig Bekannte, Freunde und Verwandte», berichtet er. Und: «In diesem Jahr beteilige ich mich am 16. und 17. Juni zum ersten Mal am Europäischen Tag es offenen Gartens.» Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf ein eindrück­liches Gartenerlebnis freuen!

Wohlfühlorte: In unserer Rubrik «Meine Oase» stellen wir in loser Folge tolle Gärten sowie gemütlich eingerichtete Balkone und Terrassen unserer Leserinnen und Leser vor. Interesse? Dann schreiben Sie an redaktion@bernerzeitung.ch (Vermerk: «Meine Oase»).

Berner Zeitung

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