Es winken hohe Subventionen

Eggiwil

Damit der Wald am Aebnithubel in Eggiwil besser erschlossen werden kann, wollen seine Besitzer eine Genossenschaft gründen. Dies macht den Weg zu Bundesgeldern frei.

«Wir möchten unseren Wald einfacher, besser, günstiger und mit den heutigen Mitteln bewirtschaften», sagt Reto Wüthrich. Der junge Eggiwiler dürfte bald als Präsident einer neuen Genossenschaft vorgeschlagen werden. Waldweggenossenschaft Aebnithubel wird sie vermutlich heissen und etwa acht Mitglieder zählen.

Die künftigen Genossenschafter sind alle Waldbesitzer im Gebiet Aebnithubel in der Gemeinde Eggiwil, das 35,5 Hektaren gross ist und mehrheitlich als Schutzwald gilt. Die Gründungsversammlung steht am 6. Juni an und gilt vorab der Finanzierung einer neuen rund 770 Meter langen Walderschliessungsstrasse mit Kiesbelag inklusive zweier Holzlagerplätze. Deren Bau ist auf 225'000 Franken budgetiert und für die dortigen Waldbesitzer selber kaum zu stemmen.

Gemeinde unterstützt

Mit der Gründung einer Waldweggenossenschaft öffnen sich die Türen für Kantons- und Bundesgelder. «Die Gesetzgebung spricht in diesem Fall für das Gründen einer Genossenschaft, um finanzielle Unterstützung von Bund und Kanton zu generieren», erklärt Projektleiter Samuel Bendixen vom Amt für Wald des Kantons Bern und ergänzt: «Kommt die Genossenschaft zustande, sind 70 Prozent der Baukosten von Bund und Kanton zugesichert.»

Dank diesen Beiträgen sei es in Zukunft möglich, den Wald ökonomisch zu bewirtschaften. Zumal ein grosser Teil des Perimeters eben auch eine Schutzfunktion habe. Zum Beispiel als Wasserspeicher oder um Gerinneerosionen zu verhindern.

Unterstützt wird das Vorhaben ebenso von der Gemeinde Eggiwil. Sie will an den Bau der Waldstrasse 30'000 Franken beisteuern. «Es ist wichtig, dass dieser Wald unterhalten wird», sagt der zuständige Gemeinderat Fritz Schär. Umso mehr, als dass dies eine Investition in die nächsten 40 bis 50 Jahre sein werde.

Die restlichen Kosten bleiben den Grundeigentümern. Letztere werden ebenso für den Unterhalt der Waldstrasse, eben im Rahmen eines genossenschaftlichen Kostenverteilers, verpflichtet sein.

«Mit genossenschaftlichem Gedanken ein solches Projekt zu verwirklichen, ist absolut zeitgemäss», erläutert Samuel Bendixen. Läuft alles wie geplant, soll die Waldstrasse am Aebnithubel im nächsten Jahr realisiert werden. Die Akten zur Gründung der Waldweggenossenschaft und zum Erschliessungsprojekt liegen bis zum 22. Mai bei der Gemeindeverwaltung Eggiwil zur Einsicht auf

Berner Zeitung

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